Mutares Aktie: Cimos geht ans Management
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 05:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mutares treibt die Neuausrichtung des eigenen Beteiligungsportfolios voran. Am vergangenen Freitag gab die Beteiligungsgesellschaft den Verkauf des Automobilzulieferers Cimos an das bestehende Management bekannt. Der Schritt markiert das Ende eines aufwendigen Sanierungswegs in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld und steht im Zeichen einer strategischen Reduzierung des Engagements im Bereich Automotive & Mobility.
Management-Buy-out für den Zulieferer
Die Anteile an dem Zulieferer mit Sitz im slowenischen Koper gehen an ein Führungsteam aus dem eigenen Haus. Unterstützt werden die Führungskräfte von der neu gegründeten Zweckgesellschaft Vero Automotive 111 aus Zagreb. Zum finanziellen Umfang der Transaktion machten die beteiligten Parteien keine Angaben. Rechtlich ließ sich Mutares bei dem Verkauf von der Kanzlei Schönherr unter Leitung des Partners Alfred Amann beraten.
Cimos fertigt mechanische Bearbeitungs-, Guss- und Schmiedekomponenten und betreibt Standorte in Slowenien, Kroatien, Serbien sowie Bosnien-Herzegowina. Das Unternehmen war seit der Übernahme im Jahr 2022 Teil der Konzerntochter FerrAl United Group.
Nach dem Einstieg leitete Mutares eine tiefgreifende Restrukturierung ein und verlagerte wesentliche Teile der Fertigung nach Bosnien und Serbien, während die Belegschaft im Zuge der Sanierungsmaßnahmen spürbar verkleinert wurde.
Tiefe Spuren in der Bilanz
Der Ausstieg beendet für die Münchener Beteiligungsgesellschaft ein Engagement, das zuletzt von erheblichen operativen Belastungen geprägt war. Der Zulieferer geriet erneut tief in die Verlustzone.
Zwar unternahm das Unternehmen Versuche zur bilanziellen Stabilisierung, eine dauerhafte externe Finanzspritze kam jedoch nicht zustande. Für Mutares entfallen mit dem Verkauf nun weitere operative Verlustrisiken sowie die Notwendigkeit fortlaufender finanzieller Stützungsmaßnahmen.
Neuausrichtung abseits der Zulieferindustrie
Mit der Veräußerung setzt Mutares die angekündigte Bereinigung des Automobilportfolios konsequent fort. Die Beteiligungsgesellschaft reagiert damit auf das anhaltend schwierige Marktumfeld der europäischen Automobilindustrie, das von hohem Kostendruck und veränderten Rahmenbedingungen bei den Herstellern geprägt ist.
Am Aktienmarkt hielten sich die Anleger zuletzt zurück. Die Mutares-Aktie beendete den Handel am gestrigen Montag mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 25,50 Euro. Seit dem Jahresanfang summieren sich die Kursverluste des Titels auf 15 Prozent. Der zügige Ausstieg aus defizitären Engagements unterstreicht das Bestreben der Geschäftsführung, das Portfolio künftig auf rentablere Segmente zu fokussieren.
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