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MSD Aktie: Tulisokibart überzeugt bei Hautleiden

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 18:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In der Phase-2b-Studie erreichten höhere Tulisokibart-Dosierungen häufiger ein klinisches Ansprechen als Placebo.

Photorealistic wide-angle view of a modern oncology research laboratory. A scientist in white lab coat examines cancer cell slides under a fluorescence microscope. Amber glass vials with pharmaceutical compounds line the stainless steel bench. Biosafety c
Merck US58933Y1055 Onkologie-Labor: Wissenschaftler am Mikroskop analysiert Krebszellen, mehrere Wirkstoff-Vials stehen auf der Werkbank Illustration mit AI erstellt.

Erstmals zeigt ein Antikörper gegen TL1A in der Dermatologie positive Phase-2-Daten. MSD, in den USA und Kanada als Merck firmierend, meldet für den Wirkstoff Tulisokibart einen Erfolg bei Hidradenitis suppurativa, einer chronischen, schmerzhaften Hauterkrankung. Die Ergebnisse stammen aus einer Phase-2b-Studie und wurden heute auf dem EADV-Kongress vorgestellt.

Deutlicher Abstand zu Placebo

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt: das klinische Ansprechen HiSCR50 nach 16 Wochen. In der hohen Dosierung sprachen 72 Prozent der Patienten an, in der mittleren 64 Prozent. Die Placebogruppe kam auf 35 Prozent.

Die niedrige Dosis erreichte 52 Prozent. Diese Gruppe wurde allerdings nur explorativ ausgewertet. Bei der Lebensqualität zeigte sie keine Verbesserung gegenüber Placebo.

Auch bei den sekundären Endpunkten lagen die höheren Dosierungen vorn. Das strengere Ansprechkriterium HiSCR75 erreichten 41 Prozent der Patienten mit hoher und 40 Prozent mit mittlerer Dosis, unter Placebo waren es 15 Prozent. Die Werte zum Dermatology Life Quality Index verbesserten sich ebenfalls, allerdings nur numerisch.

Verträglichkeit unauffällig

Unerwünschte Ereignisse traten in den Wirkstoffgruppen bei 42,9 bis 52,4 Prozent der Teilnehmer auf, unter Placebo bei 40,9 Prozent. Schwere Ereignisse blieben selten und lagen auf ähnlichem Niveau wie in der Kontrollgruppe. Schwere oder opportunistische Infektionen beobachteten die Forscher nicht.

Die Gruppen waren klein, mit 21 bis 44 Patienten pro Arm. Das mahnt bei der Interpretation zur Vorsicht, zumal die Studie ein Bayes-Design nutzte, das die Placebogruppe mit historischen Daten ergänzt.

Breite Pipeline

Für MSD ist der Erfolg mehr als eine Randnotiz. Tulisokibart wird in sechs Indikationen geprüft. In Colitis ulcerosa und Morbus Crohn laufen bereits Phase-3-Studien, in rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis Phase-2-Studien. Laut Unternehmen besitzt Tulisokibart das breiteste Entwicklungsprogramm unter den TL1A-Antikörpern.

Die neuen Daten sollen die Phase-3-Entwicklung bei Hidradenitis suppurativa vorbereiten. Einen Starttermin nannte MSD nicht. An der Börse reagierte die Aktie im vorbörslichen US-Handel zunächst kaum, sie lag bei rund 149,78 Dollar.

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