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MP Materials Aktie: Rüstung muss bis Januar 2027 China-Rohstoffe streichen

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 20:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue US-Exportbeschränkungen für Elektronikschrott stärken MP Materials. Der Konzern profitiert als einziger vertikal integrierter Produzent seltener Erden.

MP Materials: US-Verordnung sichert Rohstoff-Versorgung
Stapel seltener Erden auf einem industriellen Stahltisch, die die Unabhängigkeit bei strategischen Rohstoffen symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Washington schottet den heimischen Markt für strategische Rohstoffe ab. Eine neue US-Verordnung soll verhindern, dass wertvoller Elektronikschrott ins Ausland abfließt. Davon profitiert vor allem ein Unternehmen: MP Materials.

Präsident Donald Trump unterzeichnete eine weitreichende Anordnung auf Basis des Defense Production Act. Die US-Regierung überträgt dem Handelsministerium damit die Befugnis für strikte Exportbeschränkungen. Die offizielle Veröffentlichung im Bundesregister erfolgte am 3. August 2026. Die Maßnahmen umfassen gezielt recycelbare kritische Mineralien.

Fokus auf Recycling-Kreisläufe

Ziel der Maßnahme ist die Sicherung heimischer Lieferketten. Bisher verlassen monatlich rund 33.000 Tonnen Elektronikschrott die USA. Damit gehen enorme Mengen wertvoller Rohstoffe verloren. Künftig soll dieser Abfall im Land bleiben und dort verarbeitet werden.

Besonders MP Materials steht hier im Rampenlicht. Das Unternehmen betreibt die Mountain Pass Mine in Kalifornien. Als einziger vertikal integrierter Produzent seltener Erden in den USA kann der Konzern den heimischen Schrott direkt verwerten. Damit sichert sich MP Materials den Zugriff auf Neodym, Dysprosium und Terbium.

Countdown für die Rüstungsindustrie

Die neue Regelung trifft einen empfindlichen Nerv. Bisher kontrolliert China rund 90 Prozent der weltweiten Raffinerie-Kapazitäten. Diese Vormachtstellung will Washington brechen. Die Zeit drängt für die amerikanische Industrie.

US-Rüstungskonzerne müssen bis zum 1. Januar 2027 chinesische Rohstoffe vollständig aus ihren Lieferketten verbannen. Das Recycling von Altbeständen gilt als schnelle Lösung für dieses Problem. Der Konzern baut parallel dazu die eigene Magnet-Produktion weiter aus.

Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Sprung auf 38,30 Euro. Das entspricht einem Plus von 6,69 Prozent im Vergleich zum Freitagsschluss. Im August präsentiert das Unternehmen seine Zahlen für das zweite Quartal.

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