Movado, Aktie

Movado Aktie: EBEL wird abgegeben

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 01:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Investorengruppe um F.P. Journe und Chanel übernimmt den Großteil von EBEL; Movado behält fünf Prozent und fokussiert sein Portfolio.

Movado verkauft 95 Prozent der Uhrenmarke EBEL für 66,5 Millionen Dollar
Nahaufnahme einer luxuriösen Uhrmacherwerkstatt mit präzisen mechanischen Bauteilen in atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Movado trennt sich von einer Traditionsmarke. Der Uhrenkonzern hat eine verbindliche Vereinbarung über den Verkauf von 95 Prozent an EBEL geschlossen. Der Preis liegt bei 66,5 Millionen Dollar, die Käufer kommen aus der obersten Liga der Branche.

Käufergruppe mit prominenten Namen

Angeführt wird die Investorengruppe vom Genfer Hersteller Montres Journe, der unter dem Namen F.P. Journe auftritt. Mit an Bord sind das Luxushaus Chanel und Pierre Jacques, eine bekannte Figur der Schweizer Uhrenbranche. Jacques soll nach dem Abschluss die Führung von EBEL als Chief Executive Officer übernehmen.

Movado behält fünf Prozent an der Marke. Konzernchef Efraim Grinberg spricht von strategischer Disziplin bei der Steuerung des Portfolios. Der Konzern wolle sich auf seine Uhren- und Schmuckmarken im erschwinglichen Luxus- und Modesegment konzentrieren.

Villa Turque wechselt mit

Vor dem Vollzug ordnet Movado das Geschäft neu. Markenrechte, geistiges Eigentum, Lagerbestände und weitere Vermögenswerte wandern in eine neu gegründete Schweizer Tochtergesellschaft. Dazu zählt auch die Villa Turque, ein von Le Corbusier entworfenes Haus der Moderne. Auch Mitarbeitende, die für EBEL tätig sind, wechseln in die neue Gesellschaft.

Anschließend gehen 95 Prozent der Anteile an die Käufergruppe über. Danach erbringt Movado auf Basis einer Übergangsvereinbarung noch Dienstleistungen für EBEL. Das soll Kunden und Geschäftspartnern Kontinuität sichern.

Was noch offen ist

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt üblicher Anpassungen und Vollzugsbedingungen. Der Kaufpreis kann deshalb von der genannten Summe abweichen. Auch behördliche und steuerliche Genehmigungen gehören zu den Voraussetzungen. Der Vollzug wird in den kommenden Monaten erwartet.

Für Movado bleibt das Portfolio nach dem Verkauf klar auf Lizenz- und Kernmarken wie Movado, Olivia Burton, Calvin Klein, Coach, Tommy Hilfiger, Hugo Boss und Lacoste ausgerichtet. Die verbleibende Fünf-Prozent-Beteiligung lässt den Konzern zudem an einer möglichen Erholung von EBEL teilhaben.

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