Momentum, Aktie

Momentum Aktie: Neue Konzernstruktur

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 09:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal legten EBITA, Marge und operativer Cashflow zu; ab 2027 bündelt Momentum Group das Geschäft in drei Bereichen.
Moderner, minimalistischer Konferenzraum mit Blick auf eine Skyline bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Momentum Group baut sich um. Ab dem 1. Januar 2027 ersetzt der schwedische Industriekonzern seine zwei Geschäftsbereiche und vier Business Units durch drei neue Bereiche. Parallel legte das Unternehmen heute Zahlen zum dritten Quartal vor, die operativ überzeugen.

Drei Bereiche statt zwei

Künftig gliedert sich der Konzern in Power Transmission, Industrial Solutions und Process Technology. Power Transmission leitet CEO Ulf Lilius selbst, der Bereich kommt auf rund 1,38 Milliarden schwedische Kronen Jahresumsatz. Industrial Solutions unter Anders Larsson erlöst etwa 570 Millionen Kronen, Process Technology unter Gustaf Johansson rund 1,34 Milliarden.

Das Ziel: klarere Verantwortlichkeiten und eine aktivere Eigentümerrolle der Bereiche. Sie sollen die Beteiligungen unterstützen, fordern und weiterentwickeln. Die Unternehmen behalten die volle Verantwortung für Kunden, Märkte und das Tagesgeschäft.

Die Struktur ist ein Baustein von „Momentum Group 3.0“, mit dem das Management das EBITA bis Ende 2030 erneut verdoppeln will. Vergleichszahlen nach neuer Struktur folgen mit dem Jahresbericht am 12. Februar 2027.

Solides Quartal, schwaches organisches Wachstum

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 8 Prozent auf 805 Millionen Kronen. Treiber waren vor allem Zukäufe, die 52 Millionen Kronen beisteuerten. Organisch wuchs das Geschäft nur leicht.

Die Profitabilität legte stärker zu. Das EBITA kletterte um 15 Prozent auf 109 Millionen Kronen, die Marge verbesserte sich auf 13,5 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,30 Kronen nach 1,10 Kronen im Vorjahr.

Besonders auffällig: Der operative Cashflow sprang auf 98 Millionen Kronen, nach 38 Millionen im Vorjahresquartal. Die Verschuldung blieb mit dem rund 1,1-Fachen des EBITA moderat.

Gemischtes Marktbild

Der Bereich Industry führte das Quartal an. Der Umsatz stieg dort um 11 Prozent, das EBITA um 19 Prozent. Infrastructure wuchs bei den Erlösen um 4 Prozent, organisch ging es jedoch um 4 Prozent zurück.

Schwach blieben Dänemark und Teile Norwegens. In Norwegen verzögerten Lieferprobleme Auslieferungen, in Dänemark fehlen nach abgeschlossenen Großprojekten neue Aufträge. Die Papier- und Zellstoffindustrie zeigte weiter geringe Aktivität.

Stärker lief es in Schweden, vor allem im Bergbau, und die Autoindustrie erholt sich schrittweise. CFO Niklas Enmark sprach von einem graduell besseren Klima für die nordische Industrie trotz großer Unsicherheiten.

Die Aktie schloss am Vortag bei 125 Kronen und damit 1,6 Prozent im Minus. Die Zahlen und die Neuordnung kamen erst heute Morgen.

Zukäufe laufen weiter

Seit Jahresbeginn schloss Momentum sieben Übernahmen mit zusammen rund 260 Millionen Kronen Jahresumsatz ab. Nach Quartalsende kam Polymore dazu, ein Spezialist für Dosiertechnik in der Wasseraufbereitung. Die Struktur ab 2027 soll genau diese Akquisitionsarbeit bündeln und ohne zusätzliche Konzernkosten skalierbar machen. Ob das gelingt, zeigt sich erstmals im Jahresbericht am 12. Februar 2027.

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