Moderna, Aktie

Moderna Aktie: Melanom-Impfstoff senkt Risiko um 49 Prozent

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 16:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Moderna gewinnt durch Fortschritte bei personalisierten Krebsimpfstoffen an Aufmerksamkeit, bleibt aber mit Verlusten und Liquiditätsverbrauch belastet.

Moderna-Aktie steigt dank Krebsimpfstoff-Fortschritten um 9,8 Prozent
Abstrakte Darstellung moderner biotechnologischer Forschung in einem klinischen Laborumfeld. Illustration mit AI erstellt.

Die klinischen Fortschritte bei personalisierten Krebsimpfstoffen rücken das Biotech-Unternehmen Moderna wieder verstärkt in den Fokus der Onkologie. Alicia Zhou, Leiterin des Cancer Research Institute, sprach mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen von einem herausragenden Jahr für die Erforschung von Tumorvakzinen.

Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die individualisierte mRNA-Vakzine intismeran autogene, die in Kombination mit dem Antikörper Keytruda entwickelt wird.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf die weiteren Meilensteine. Für die zweite Jahreshälfte 2026 hat das Management eine Zwischenanalyse der Phase-3-Studie im Bereich des adjuvanten Melanoms in Aussicht gestellt und sich diesbezüglich zuversichtlich geäußert.

Bereits zuvor auf dem Onkologie-Kongress ASCO vorgestellte Phase-2b-Daten hatten gezeigt, dass die Kombination aus intismeran autogene und Keytruda das Rezidiv- und Sterberisiko im Vergleich zur alleinigen Gabe von Keytruda um 49 Prozent senken konnte.

Kursdynamik und operative Kennzahlen

An der Börse spiegeln sich diese Perspektiven in deutlichen Kursgewinnen wider. Im heutigen Handel legt die Aktie um 9,8 Prozent auf 139,42 Euro zu.

Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld von operativen Herausforderungen geprägt. Neben den Forschungserfolgen im Onkologiebereich bleiben anhaltende Verluste und der laufende Liquiditätsverbrauch signifikante Faktoren.

Vor rund zwei Wochen hatte Moderna zudem eine Wandelanleihe begeben, was an den Märkten mögliche Verwässerungsrisiken thematisierte. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen dennoch ein Umsatzwachstum von bis zu 10 Prozent an. Der Kassenbestand zum Jahresende wird in einer Spanne von 4,7 bis 5,2 Milliarden US-Dollar erwartet.

Verstetigung im klassischen Impfstoffgeschäft

Parallel zum Ausbau der Onkologie-Pipeline verzeichnet das Unternehmen auch im etablierten Impfstoffsegment solide Absatzperspektiven. In Südkorea wird die Covid-19-Impfung ab dem 12. Oktober in das reguläre nationale Impfprogramm überführt.

Zielgruppen sind Personen ab 65 Jahren, Menschen mit Immunschwäche sowie Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Für die landesweite Kampagne stehen insgesamt 4,84 Millionen Dosen an XFG-Vakzinen bereit, die von Moderna sowie Pfizer bereitgestellt werden.

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