Moderna Aktie: Blackstone finanziert Grippeimpfstoff mit
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 06:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deModerna hat gestern mit den Quartalszahlen auch die Forschungsplanung für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Das entlastet die Ergebnisrechnung. Für Anleger spricht die niedrigere Kostenbasis, sofern zusätzliche Produktumsätze die späteren Beteiligungszahlungen tragen.
Forschungsausgaben sinken deutlich
Im dritten Quartal 2026 verbuchte Moderna Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 583 Mio. US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Rückgang um 27 Prozent. Geringere Ausgaben für klinische Studien sowie für Personal und Aktienvergütung trugen dazu bei.
Damit setzt Moderna an mehreren Kostenpositionen gleichzeitig an. Für die Bewertung der Fortschritte zählt jedoch auch die Zusammensetzung der Einsparungen: Niedrigere eigene Ausgaben und Finanzierungsbeiträge von Partnern haben unterschiedliche Folgen für die künftige Ertragskraft.
Zugleich senkt Moderna seine Ausgaben auch operativ. Beides verbessert die Ergebnisbasis, sofern das Unternehmen seine Entwicklungsprogramme mit dem geringeren Mitteleinsatz erfolgreich voranbringt.
Für 2026 erwartet Moderna Forschungs- und Entwicklungsausgaben von rund 2,7 Mrd. US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen mit rund 2,9 Mrd. US-Dollar gerechnet.
Blackstone beteiligt sich am Produkterfolg
Die Finanzierung verlagert einen Teil der wirtschaftlichen Belastung in die Zukunft. Blackstone unterstützt die Entwicklung des Grippeimpfstoffs und erhält dafür Ansprüche auf Zahlungen, die an dessen Vermarktung gekoppelt sind.
Zugesagt wurden bis zu 750 Mio. US-Dollar für die Entwicklung.
Für Moderna schafft diese Konstruktion finanziellen Spielraum bei der Entwicklung. Die Gegenleistung wächst mit dem kommerziellen Erfolg des Produkts. Anleger müssen deshalb neben den heutigen Entlastungen auch die spätere Beteiligung des Finanzierungspartners berücksichtigen.
Der Umsatzbeitrag von mFLUSIVA war im abgelaufenen Quartal noch unwesentlich. Die US-Einführung soll im laufenden Jahr begrenzt bleiben, weil die Zulassung erst nach Abschluss der Vertragsplanung erfolgte. Kurzfristig trägt damit weiterhin vor allem das COVID-Impfstoffgeschäft die Erlöse.
Gewinnrückkehr trifft auf Entwicklungsrisiken
Höhere internationale COVID-Impfstoffverkäufe und die niedrigeren Kosten stützten die gestern gemeldete Gewinnrückkehr. Langfristige Regierungsvereinbarungen halfen ebenfalls beim Umsatzwachstum.
Moderna erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 162 Mio. US-Dollar. Im dritten Quartal 2025 hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 200 Mio. US-Dollar ausgewiesen.
Die Entwicklungspipeline liefert zugleich einen konkreten Risikohinweis: Die Norovirus-Studie verfehlte bei der Zwischenanalyse die Kriterien für einen frühen Erfolg. Eine zusätzliche Kohorte ist für diesen Winter nicht geplant.
Das Umsatzwachstum für 2026 erwartet Moderna inzwischen bei 15–25 Prozent statt zuvor höchstens 10 Prozent. Entscheidend für die Ergebnisqualität sind künftig sowohl tragfähige Produktumsätze als auch die Kosten einschließlich der vereinbarten Erfolgsbeteiligungen.
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