Moderna Aktie: Argus stuft auf Buy hoch
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gestern verzeichnete Moderna an den Aktienmärkten deutliche Kursgewinne, da positive Analystenbewertungen und Fortschritte in der klinischen Onkologie-Pipeline das Vertrauen der Anleger stärkten.
Das Biotechnologie-Unternehmen profitiert von der Aussicht auf wichtige Datenveröffentlichungen im Herbst sowie der Markteinführung neuer Impfstoff-Formulierungen für die kommende Saison. Die Aktie schloss am Freitag mit einem Plus von 6,2 Prozent bei 124,98 Euro.
Analysten heben die Kursziele an
Das Analysehaus Argus stufte den Titel auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 180 US-Dollar fest. Die Experten begründen ihre optimistische Einschätzung mit der Zulassung der aktualisierten mRNA-Impfstoffe durch die US-Arzneimittelbehörde FDA für den Zeitraum 2026 bis 2027. Insgesamt verfügt Moderna in diesem Sektor über fünf mRNA-basierte Produkte, welche die Marktposition festigen sollen.
Parallel dazu bestätigten die Analysten der UBS ihre Einstufung auf „Neutral“, hoben jedoch das Kursziel auf 150 US-Dollar an. Im Fokus stehen hierbei insbesondere drei anstehende Veröffentlichungen zur Onkologie-Plattform. Bereits vor rund zwei Wochen hatte Wolfe Research die Aktie hochgestuft und dabei auf den Erfolg im RSV-Markt sowie die zunehmende Diversifizierung der Produktpalette verwiesen.
Fortschritte bei Krebs-Vakzinen
Ein zentraler Wachstumstreiber ist die Entwicklung des personalisierten Krebs-Impfstoffs Intismeran autogene, den Moderna gemeinsam mit Merck vorantreibt. Die Validierung dieser Plattform gilt als entscheidender Meilenstein für das Unternehmen. In einer groß angelegten Studie mit über 1.000 Patienten wurde die Kombination des Wirkstoffs mit dem Krebsmedikament Keytruda bei operierten Melanomen mit hohem Rückfallrisiko untersucht.
Frühere Daten aus einer Phase-2-Studie über einen Zeitraum von fünf Jahren belegten, dass die Kombinationstherapie das Risiko eines Rückfalls oder des Versterbens um 50 Prozent gegenüber einer alleinigen Behandlung senken konnte.
Das Metastasierungsrisiko reduzierte sich laut vorliegenden Ergebnissen sogar um 59 Prozent. Marktbeobachter erwarten die Daten der Phase-3-Studie noch in diesem Herbst, was die Bewertung der Onkologie-Sparte maßgeblich beeinflussen dürfte.
Impfstoff-Saison und finanzielle Kennzahlen
Für das laufende Geschäft spielt die aktuelle COVID-19-Impfkampagne eine wesentliche Rolle. Die Gesundheitsbehörde CDC meldete zuletzt steigende Infektionszahlen in zahlreichen US-Bundesstaaten, woraufhin die FDA angepasste Booster genehmigte, die gezielt auf die XFG-Variante ausgerichtet sind. Apothekenketten wie Albertsons haben bereits mit der Bereitstellung der neuen Präparate begonnen.
Finanziell bleibt das Unternehmen durch hohe Investitionen geprägt. In einem jüngst gemeldeten Quartalszeitraum belief sich der Umsatz auf etwa 143 Millionen US-Dollar, während die Forschungs- und Entwicklungsausgaben 651 Millionen US-Dollar erreichten. Dies führte zu einem Nettoverlust von rund 782 Millionen US-Dollar.
Zur langfristigen Finanzierung dient unter anderem eine Wandelanleihe über 2,6 Milliarden US-Dollar, deren Begebung vor rund zwei Wochen erfolgte. Im aktuellen Handelsumfeld notiert die Aktie 150 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was die hohe Volatilität und das starke Momentum des Titels verdeutlicht.
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