Mister Spex Aktie: EBITDA springt 65 Prozent auf 3,8 Millionen
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 10:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Berliner Brillenoptiker Mister Spex hat im ersten Halbjahr 2026 eine deutliche Steigerung seines operativen Ergebnisses erzielt. Trotz eines rückläufigen Gesamtumsatzes profitierte das Unternehmen von einer verbesserten Profitabilität und einem anhaltenden Wachstum in seinen stationären Läden.
An der Börse wird die heutige Veröffentlichung der Zahlen positiv aufgenommen: Die Aktie legt am Donnerstag um 4,4 Prozent zu und notiert bei 1,18 Euro.
Operative Erholung bei verbesserter Marge
Im Fokus der Halbjahresbilanz steht das bereinigte EBITDA, das um 65 Prozent auf 3,8 Millionen Euro kletterte. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch bei 2,3 Millionen Euro gelegen. Besonders das zweite Quartal trug maßgeblich zu diesem Sprung bei.
Medienberichten zufolge übertraf das Unternehmen in diesem Zeitraum mit einem bereinigten EBITDA von 2,8 Millionen Euro die Markterwartungen deutlich, nachdem im zweiten Quartal des Vorjahres lediglich 0,3 Millionen Euro erzielt worden waren.
Parallel zur Gewinnsteigerung konnte Mister Spex seine Bruttomarge ausbauen. Diese stieg um 197 Basispunkte auf nun 56,9 Prozent. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Effizienzmaßnahmen und ein veränderter Produktmix die Profitabilität stützen, selbst wenn das Marktumfeld schwierig bleibt.
Dennoch verzeichnete das Unternehmen auf der Umsatzseite einen Rückgang. Der Erlös sank in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 10 Prozent auf insgesamt 87,9 Millionen Euro.
Offline-Geschäft federt Online-Schwäche ab
Innerhalb der Absatzkanäle zeigt sich eine deutliche Zweiteilung. Während der Online-Umsatz im ersten Halbjahr um 20 Prozent auf 52,8 Millionen Euro einbrach, erwies sich das stationäre Geschäft als Wachstumstreiber. Der Umsatz in den physischen Stores stieg um 10 Prozent auf 35,1 Millionen Euro. Im reinen zweiten Quartal legte das Offline-Segment um 9 Prozent auf 18,9 Millionen Euro zu.
Diese Verschiebung unterstreicht den strategischen Fokus auf die Verzahnung von digitalem Handel und lokaler Präsenz. Während viele reine E-Commerce-Akteure unter der Kaufzurückhaltung im Internet leiden, scheint das Modell der Berliner durch das sogenannte Offline-Momentum stabilisiert zu werden. Analysten bewerten diese Entwicklung positiv und stufen den Titel in ersten Reaktionen auf „Kaufen“ ein.
Bestätigte Prognose und Marktausblick
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt die Unternehmensführung bei ihrer bisherigen Einschätzung. Mister Spex rechnet weiterhin mit einer Umsatzentwicklung zwischen einem Minus von 10 Prozent und einer Stagnation auf Vorjahresniveau. Bei der Profitabilität wird eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen dem Break-even-Punkt und einem mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt.
Anleger blicken trotz der heutigen Kurserholung auf ein herausforderndes Jahr zurück. Der aktuelle Kurs von 1,18 Euro liegt weiterhin massiv unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,00 Euro, das exakt vor einem Jahr erreicht wurde.
Die heutigen Zahlen liefern jedoch erste Signale für eine operative Bodenbildung, da das Unternehmen zeigt, dass es auch bei schrumpfenden Umsätzen in der Lage ist, die Ertragskraft erheblich zu steigern. Das Erreichen der Jahresziele dürfte nun maßgeblich davon abhängen, ob das Wachstum in den Filialen die Schwäche im Online-Kanal weiterhin kompensieren kann.
Mister Spex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mister Spex-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:
Die neusten Mister Spex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mister Spex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mister Spex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
