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Micron Technology Aktie: Quartalszahlen am Mittwoch erwartet

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 07:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Analysten erwarten für Microns viertes Geschäftsquartal kräftige Zuwächse, während langfristige HBM-Verträge die knappen Kapazitäten binden.

Nahaufnahme eines generischen DRAM-Speicherchips auf schwarzem Substrat mit goldenen Bond-Drähten und polierter Siliziumoberfläche unter kühlem Studioblaulicht
Micron Technology US5951121038 generischer DRAM Speicherchip mit goldenen Bond Drähten fotorealistisch aufgenommen Illustration mit AI erstellt.

Der Halbleiterkonzern Micron Technology steuert auf die Veröffentlichung seiner vierten Geschäftsquartalszahlen am kommenden Mittwoch zu. Im Vorfeld des Zwischenberichts notiert das Papier im europäischen Handel bei 949,90 Euro. Getrieben von einer anhaltenden Verknappung bei modernen Speicherbausteinen verzeichnet der Titel seit Jahresanfang einen Wertzuwachs von 277 Prozent.

Die weltweite Nachfrage nach High Bandwidth Memory sowie modernen Server-DRAM-Modulen übersteigt das verfügbare Angebot derzeit spürbar. Dieser Engpass beschert den Herstellern eine außergewöhnliche Preissetzungsmacht. Gleichzeitig wächst am Markt die Erwartung, dass der laufende Investitionszyklus der Rechenzentren die Ertragskraft der gesamten Speicherbranche noch über viele Monate stützen wird.

Enorme Zuwächse beim Quartalsumsatz erwartet

An der Wall Street wird für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit einem massiven Gewinnsprung gerechnet. Der Konsens prognostiziert einen bereinigten Gewinn von rund 31,50 US-Dollar je Aktie.

Beim Erlös zeichnet sich eine ähnliche Dynamik ab. Analysten rechnen für das abgelaufene Vierteljahr mit Einnahmen von rund 51 Milliarden US-Dollar. Dies entspräche im Jahresvergleich einem Umsatzplus von mehr als 350 Prozent.

Analysten heben Schätzungen an

Experten sehen die Sonderkonjunktur im Speicherbereich noch keineswegs an ihrem Gipfelpunkt angelangt. Harsh Kumar von BMO Capital bekräftigte seine Kaufempfehlung und setzt ein Kursziel von 1.300 US-Dollar an. Nach seiner Einschätzung dürfte die Speichernachfrage das globale Angebot bis ins Kalenderjahr 2027 hinein übertreffen. Noch optimistischer zeigt sich die UBS mit einer Zielmarke von 1.625 US-Dollar.

Verantwortlich für die optimistischen Prognosen ist vor allem die Entwicklung im Server-Segment. Während die Nachfrage bei Speicherchips für klassische PCs und Mobilgeräte schwächer tendiert, steigen die Preise für Rechenzentrumskomponenten wie DDR5 und HBM kontinuierlich an.

Hohe Vorab-Verpflichtungen sichern Kapazitäten

Um sich gegen die Knappheit abzusichern, binden große Technologiekunden ihre Lieferanten zunehmend über feste Lieferverträge ein. Micron verfügt über 16 strategische Kundenvereinbarungen mit strikten Abnahmeklauseln. Diese Kontrakte umfassen feste Zusagen und Anzahlungen in Höhe von rund 22 Milliarden US-Dollar.

Die gesamte Liefermenge an High Bandwidth Memory für das Kalenderjahr 2026 ist nach Unternehmensangaben bereits über Mehrjahresverträge vollständig ausverkauft. Unsicherheiten bleiben dennoch bestehen: Verzögerungen beim Serienhochlauf neuer KI-Beschleuniger bei Großkunden wie Nvidia könnten dazu führen, dass ein Teil der erhofften Erlöse in nachfolgende Quartale rutscht.

Trotz der starken Jahresbilanz notiert der Wert aktuell unter seinem bisherigen 52-Wochen-Hoch von 1.103,80 Euro. Der anstehende Geschäftsbericht am Mittwochabend dürfte den Takt für die weitere Kursentwicklung vorgeben.

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