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Micron Technology Aktie: Neues HBM-Werk in Taichung eröffnet

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 12:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue Werk in Taichung stärkt Microns HBM-Kapazitäten; zugleich genehmigte das Board eine Rückkaufaufstockung um 33 Milliarden Dollar.
Micron Technology US5951121038 Halbleiterchip als kräftiges Pop Art Comic mit Ben Day Punktraster Illustration mit AI erstellt.

Im Umfeld wachsender Nervosität im Halbleitersektor hat die Aktie von Micron Technology am Freitag einen spürbaren Rücksetzer verzeichnet und gab um 5,9 Prozent auf 781,80 Euro nach.

Trotz des jüngsten Drucks treibt der US-Speicherchiphersteller seine globale Produktionspräsenz gezielt voran.

Der neue Standort soll die Produktionskapazitäten für High-Bandwidth Memory (HBM) ausbauen, um die hohe Nachfrage im Bereich hochentwickelter Speicherlösungen zu bedienen.

Kapazitätsausbau für High-Bandwidth Memory

Die Inbetriebnahme des neuen Werks markiert einen wichtigen Schritt für die Fertigungstiefe von Micron in Asien. Das Werk in Taichung konzentriert sich auf fortschrittliche Verpackungs- und Testprozesse, die bei der Produktion von High-Bandwidth Memory eine zentrale Rolle spielen.

Mit der Anlage will das Unternehmen den steigenden Bedarf an Hochleistungsspeichern absichern, der insbesondere durch Rechenzentren und grafikintensive Anwendungen getrieben wird.

Parallel zur Eröffnung rief Taiwans Präsident Lai Ching-te die Unternehmensführung und die Belegschaft zu aufrichtigen Verhandlungen auf. Hintergrund sind schwelende Spannungen über das Bonusmodell bei Micron. Gewerkschaften haben ihre Mitglieder für den 19. Oktober zu einer Kundgebung aufgerufen, betonten jedoch, dass es sich dabei nicht um einen Streik handeln werde.

Rechtssicherheit und finanzielle Weichenstellungen

Neben dem operativen Ausbau schaffte Micron auch an juristischer Front Klarheit. Im Rahmen der Vereinbarung zahlt Micron über fünf Jahre hinweg quartalsweise 30 Millionen Dollar an Netlist, was einem Gesamtbetrag von 600 Millionen Dollar entspricht.

Zugleich bereitet das Unternehmen kapitalmarktbezogene Maßnahmen vor. Das Board of Directors genehmigte Anfang des Monats eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms um 33 Milliarden Dollar. Damit beläuft sich das gesamte genehmigte Rückkaufvolumen auf 35,16 Milliarden Dollar. Die Transaktionen dürfen ab dem 9. Dezember 2026 beginnen, stehen jedoch unter dem Vorbehalt der Auflagen aus den Förderbedingungen des US-CHIPS-Act.

Kurskorrektur im Branchenumfeld

An der Börse reflektieren die Notierungen derzeit vor allem sektorweite Belastungen. Laut einem Bericht von Reuters sorgten Berichte über technologische Fortschritte des chinesischen Speicherchipherstellers CXMT bei dichteren DRAM-Strukturen sowie allgemeine Verunsicherung über die Ausgaben für künstliche Intelligenz für Verkäufe bei US-Chipherstellern.

Mit dem jüngsten Kursrückgang liegt das Papier von Micron rund 29 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 1.103,80 Euro. Unterstützung im Marktumfeld lieferte zuvor das Analysehaus D.A. Davidson: Analyst Gil Luria stufte die Aktie am 7. Oktober mit einer Kaufempfehlung ein und hob das Kursziel von 2.100 auf 3.000 Dollar an.

Die operativen Investitionen in Taichung unterstreichen, dass das Unternehmen ungeachtet kurzfristiger Kursschwankungen den Ausbau seiner Kernbereiche forciert.

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