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Micron Technology Aktie: Kasse füllt sich weiter

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 03:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Micron meldet 54,2 Milliarden Dollar Quartalsumsatz und will ab Dezember mehr Kapital an Aktionäre zurückgeben.

Nahaufnahme eines generischen DRAM-Speicherchips auf schwarzem Substrat mit goldenen Bond-Drähten und polierter Siliziumoberfläche unter kühlem Studioblaulicht
Micron Technology US5951121038 generischer DRAM Speicherchip mit goldenen Bond Drähten fotorealistisch aufgenommen Illustration mit AI erstellt.

Micron hat im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen klar übertroffen und zugleich angekündigt, die Aktionäre bald stärker zu beteiligen. Die Börse reagierte nachbörslich kaum: Die Aktie bewegte sich nur um Bruchteile eines Prozents, nachdem sie bei 1.066,10 Dollar aus dem regulären Handel gegangen war. Offenbar war ein starkes Quartal längst eingepreist.

Rekordzahlen, hohe Erwartungen

Der Umsatz lag bei 54,2 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie bei 33,42 Dollar. Analysten hatten mit rund 50,5 Milliarden Dollar und 31,16 Dollar gerechnet. Es war das sechste Rekordquartal in Folge.

Die Bruttomarge erreichte 87 Prozent. Treiber waren steigende Preise bei DRAM und NAND, die im Quartal um etwa ein Fünftel beziehungsweise rund 30 Prozent zulegten. Im Gesamtjahr kletterte der Umsatz auf 133,2 Milliarden Dollar, mehr als das Dreieinhalbfache des Vorjahres.

Den Ausblick fasste Konzernchef Sanjay Mehrotra knapp zusammen: Das Geschäftsjahr 2027 solle noch besser werden. Für das erste Quartal peilt Micron 61,5 Milliarden Dollar Umsatz und einen Gewinn von 38,15 Dollar je Aktie an.

Langfristige Verträge als Fundament

Die Sichtbarkeit stützt sich auf strategische Kundenvereinbarungen. 26 solche Abnahmeverträge mit Take-or-pay-Klauseln sind unterzeichnet, sie decken über 35 Prozent des Umsatzes bis 2030 ab. Kunden haben dafür Zusagen von 32 Milliarden Dollar gegeben, überwiegend als Barhinterlegung. Für 2027 sind laut Management bereits mehr als 75 Prozent der Liefermengen vergeben.

Die Branche bleibe knapp versorgt, so das Management. Ein Ende der Knappheit sei nicht absehbar, zumal neue Reinräume Jahre bis zur relevanten Produktion brauchen. Finanzchef Mark Murphy erwartet nach dem ersten Quartal steigende Bruttomargen, auch wenn höhere Prämien und Anlaufkosten neuer Werke zunächst bremsen.

Investitionen und Kapitalrückfluss

Die Kehrseite sind wachsende Ausgaben. Für das erste Quartal plant Micron Investitionen von rund 11,5 Milliarden Dollar, im zweiten Halbjahr sollen sie noch höher liegen. Der Schwerpunkt verschiebt sich zum Bau von Reinräumen. Die Betriebskosten steigen 2027 um etwa 2,5 Milliarden Dollar.

Dem steht ein deutlich gewachsener Finanzspielraum gegenüber. Die Nettoliquidität beträgt 68,3 Milliarden Dollar. Ab dem 9. Dezember 2026 will Micron den Kapitalrückfluss erhöhen und langfristig überschüssige Mittel vollständig ausschütten, vor allem über Aktienrückkäufe. Die bestehende Ermächtigung von 2,2 Milliarden Dollar soll in Kürze aufgestockt werden. Die Quartalsdividende von 0,15 Dollar je Aktie wird am 29. Oktober gezahlt.

Der nächste konkrete Termin ist damit der 9. Dezember: Dann zeigt sich, wie stark der Konzern den Kapitalrückfluss tatsächlich hochfährt.

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