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Micron Technology Aktie: Berufung gegen Yangtze-Memory-Urteil

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 11:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Micron wehrt sich gegen Schutzrechtsansprüche; US-Ermittlungen laufen, während Analysten ihre positiven Bewertungen bekräftigen.

Nahaufnahme eines generischen DRAM-Speicherchips auf schwarzem Substrat mit goldenen Bond-Drähten und polierter Siliziumoberfläche unter kühlem Studioblaulicht
Micron Technology US5951121038 generischer DRAM Speicherchip mit goldenen Bond Drähten fotorealistisch aufgenommen Illustration mit AI erstellt.

Der US-Halbleiterkonzern Micron Technology sieht sich mit rechtlichen Konflikten auf zwei Kontinenten konfrontiert. Während die US-Handelsbehörde USITC ein Verfahren wegen möglicher Patentverletzungen führt, wehrt sich das Unternehmen in Deutschland gegen Schutzrechtsansprüche eines chinesischen Konkurrenten.

Gerichtliche Auseinandersetzungen in Europa und den USA

Das Gericht hatte die Verfügungen im Streit um angebliche Verletzungen von 3D-NAND-Gebrauchsmustern des Anbieters Yangtze Memory Technologies erlassen. Micron legte gegen diese Entscheidungen Berufung ein.

Zusätzlich eröffnete die U.S. International Trade Commission am 23. September eine Untersuchung nach Section 337 des US-Handelsgesetzes. Auslöser war eine Beschwerde des Unternehmens Netlist bezüglich DRAM-Bausteinen und zugehörigen Produkten.

Neben Micron Technology und Micron Semiconductor Products sind auch Hewlett Packard Enterprise, Lenovo sowie Super Micro Computer als Antragsgegner benannt. Die Behörde betonte ausdrücklich, dass damit noch keine Entscheidung in der Sache selbst getroffen wurde.

Verunsicherung durch KI-Branche und Analystenstimmen

Zu den juristischen Hürden trat zu Beginn der Woche vorübergehende Nervosität im Technologiesektor hinzu. Am Montag geriet die Aktie unter Druck, nachdem OpenAI das Training einzelner KI-Modelle am vorangegangenen Wochenende ausgesetzt hatte, um Berichte über unkontrollierte KI-Agenten zu prüfen. Marktteilnehmer sorgten sich Medienberichten zufolge um eine Verlangsamung der KI-Nachfrage, während zeitgleich steigende Zinsen Tech-Titel belasteten.

Experten blicken dennoch optimistisch auf die operative Entwicklung des Speicherherstellers. Analyst Tristan Gerra von Baird hob am Montag das Kursziel für Micron von $1.280 auf $1.520 an und stufte den Titel weiterhin mit „Outperform“ ein.

Zur Begründung verwies Gerra auf eine stärkere Preisgestaltung bei DRAM- und NAND-Speichern, ein gedämpftes Angebotswachstum der Branche und eine bis 2027 anhaltende Knappheit. Am selben Tag bestätigte Analyst Matt Bryson von Wedbush die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von $1.400.

Hohe Erwartungen vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen

Die Aktie notiert aktuell bei 942,80 Euro.

Im Fokus der Anleger stehen nun die vollständigen Quartalsergebnisse für das vierte Geschäftsquartal 2026, deren Erläuterung in einer Telefonkonferenz für heute um 16:30 Uhr US-Ostküstenzeit angesetzt ist.

Das Management hatte zuvor eine Spanne von 50,0 Milliarden $ plus/minus 1,0 Milliarde $ beim Umsatz ausgegeben. Für die bereinigte Bruttomarge stellte Micron rund 86 Prozent in Aussicht, während der bereinigte Gewinn je verwässerter Aktie bei 31,00 $ plus/minus 1,00 $ liegen soll.

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