MGM Resorts Aktie: Diller-Deal, Zahlenlücke
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 22:27 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm selben Tag, an dem MGM Resorts die Beziehung zu seinem Großaktionär neu ordnet, liefert der Konzern schwache Quartalszahlen. Die Vereinbarung mit People Incorporated soll den Weg für Aktienrückkäufe freimachen. Operativ bremsen niedrigere Zimmerpreise in Las Vegas.
Neue Spielregeln mit dem Großaktionär
MGM hat das bestehende Stimmrechtsabkommen mit People Incorporated geändert. Zuvor hatte People den angekündigten Vorschlag zur Übernahme des Konzerns zurückgezogen. People, Barry Diller und weitere verbundene Personen verpflichten sich nun, bei einer Transaktion mit Kontrollwechsel im Sinne der Empfehlung des Verwaltungsrats abzustimmen.
Zudem dürfen sie ihren Anteil nicht über 29,9 Prozent ausbauen. Im Gegenzug verzichtet MGM auf Abwehrmaßnahmen, solange die Gegenseite die Vereinbarung einhält. Verpflichtet zu einer Transaktion ist keine Seite, eine solche ist laut Unternehmen auch nicht geplant.
Finanzchef Jonathan Halkyard nannte den Rahmen ausdrücklich eine Grundlage, um Rückkäufe „zuversichtlich“ voranzutreiben. Der Konzern hat die Aktienzahl in fünf Jahren nach eigenen Angaben um fast die Hälfte reduziert. Zuletzt sank sie binnen neun Monaten von 258 auf rund 252 Millionen.
Las Vegas drückt auf die Ergebnisse
Der Umsatz im dritten Quartal sank um ein Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA fiel von 506 auf 403 Millionen Dollar. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,11 Dollar, nach einem Gewinn von 0,24 Dollar im Vorjahr.
Der Nettoverlust schrumpfte dennoch auf 17 Millionen Dollar, weil 2025 eine Goodwill-Abschreibung das Ergebnis belastet hatte.
Auf dem Strip fiel das Segmentergebnis um zwölf Prozent auf 531 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Zimmerpreis sank um acht Prozent, die Auslastung blieb bei 89 Prozent. Das Casinogeschäft entwickelte sich besser: Die Tischspielgewinne legten kräftig zu. CEO Bill Hornbuckle verwies darauf, dass sich der Oktober bereits erholt habe.
In den regionalen Casinos ging der Umsatz um acht Prozent zurück, auch weil MGM Northfield Park verkauft wurde. Vergleichbar gerechnet stieg er um ein Prozent, das Ergebnis sank jedoch um sieben Prozent.
Macau und Digitalgeschäft als Stützen
MGM China steigerte den Umsatz um fünf Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar und erreichte mit 17,1 Prozent einen Rekordmarktanteil. Das Segmentergebnis gab trotzdem um sieben Prozent nach.
MGM Digital wuchs um sechs Prozent, der Verlust verringerte sich auf vier Millionen Dollar. BetMGM und weitere Beteiligungen steuerten 31 Millionen Dollar Ergebnisanteil bei.
Der nächste Prüfstein folgt mit der Quartalskonferenz am Abend: Dort dürfte das Management Auskunft über Tempo und Umfang der Rückkäufe geben. Auch die Oktober-Entwicklung in Las Vegas steht dabei im Mittelpunkt.
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