Metaplanet Aktie: VanEck fordert Rückabwicklung
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 11:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der drittgrößte börsennotierte Bitcoin-Besitzer steht wegen seiner Vergütungs- und Kapitalpolitik unter erheblichem Rechtfertigungsdruck. Trotz einer jüngsten Verkleinerung des aktienbasierten Vergütungsprogramms warnt das Analysehaus VanEck vor einer Verwässerung von rund 22,4 Prozent für die bestehenden Anteilseigner. Die Aktie von Metaplanet notiert heute bei 1,50 Euro, was einem leichten Tagesgewinn von 2,1 Prozent entspricht.
Kluft im Branchenvergleich
In einer Untersuchung von zehn Unternehmen mit Digital-Asset-Treasury-Fokus schnitt das japanische Unternehmen bei den Governance-Kriterien am schlechtesten ab. Während der Durchschnitt der Vergleichsgruppe für Vergütungspläne bei vier Prozent liegt, beansprucht das Programm von Metaplanet 14,7 Prozent des voll verwässerten Kapitals.
Besonders die Zuteilungen an die Führungskräfte stoßen auf deutlichen Widerstand. Das Management verfügt über ein aktienbasiertes Exposure von 8,2 Prozent, wohingegen Konkurrenten im Mittel auf lediglich 0,8 Prozent kommen. Auf CEO Gerovich entfällt dabei der größte Einzelanteil, zu dem neben einem umfangreichen Aktienpaket auch Optionen auf zig Millionen weitere Anteile gehören.
Forderung nach messbarem Mehrwert
Der Vergütungspool war durch automatische Anpassungsmechanismen über Monate hinweg rasant angeschwollen. Das Management beendete dieses Verfahren zwar im August und kürzte den Pool am 11. September um 41 Prozent auf 188,2 Millionen Anteile, doch diese Maßnahmen greifen Kritikern nicht weit genug.
VanEck fordert stattdessen die vollständige Rückabwicklung der über diesen Mechanismus geschaffenen mehr als 270 Millionen Aktien. Neue Vergütungsanreize müssten zudem zwingend an das Wachstum der Bitcoin-Menge je verwässerter Aktie gekoppelt werden. Nur so lasse sich garantieren, dass Zukäufe nicht einseitig zulasten des Aktionärswerts finanziert werden.
Expansionspläne bleiben ambitioniert
Ungeachtet der Diskussionen um die Eigentümerstruktur treibt das Management die Akkumulation der Kryptowährung weiter voran.
Für Anleger wird entscheidend sein, wie das Unternehmen die Finanzierung in den kommenden Jahren stemmen will. Sollte der Vorstand die Bedenken bezüglich der Verwässerung ignorieren, könnte der Bewertungsaufschlag der Aktie gegenüber den zugrunde liegenden Krypto-Reserven weiter unter Druck geraten.
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