Metaplanet Aktie: Bezugsrechte-Pool schrumpft
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 15:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Auslöser für die Aktualisierung waren veränderte Vereinbarungen, die auf die Anpassung der zehnten Serie von Aktienbezugsrechten zurückgehen.
Die Meldung folgt auf eine Reihe von gesellschaftsrechtlichen und personellen Weichenstellungen bei dem Unternehmen. Im Xetra-Handel notiert das Papier aktuell bei 1,58 Euro und liegt damit rund 12 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,41 Euro.
Anpassung der Bezugsrechte und Kritik an der Vergütung
Hintergrund der veränderten Vereinbarungen ist die vor rund einem Monat vorgenommene Änderung der zehnten Serie der Aktienbezugsrechte. Dabei wurde der zugrunde liegende Aktienpool um 41 Prozent auf 188,2 Millionen Anteile verkleinert, wie das Analysehaus VanEck festhielt.
Die Vergütungs- und Beteiligungsstruktur des Unternehmens stand zuletzt unter Beobachtung. Als Begründung verwies das Haus auf einen voll verwässerten Vergütungsplan auf Aktienbasis von 14,7 Prozent sowie ein Engagement der Führungskräfte von 8,2 Prozent.
Bereits im Zuge der Anpassungen bei den Bezugsrechten hatte Metaplanet Veränderungen im Kreis der Großaktionäre sowie bei seinem größten Anteilseigner bekannt gegeben. Parallel dazu meldete das Unternehmen Anpassungen auf der Ebene der leitenden Angestellten.
Ausbau der Vermögensverwaltung in Asien
Neben den Umstrukturierungen im Aktionärskreis und den Führungspositionen treibt Metaplanet die operative Expansion voran. Vor rund zwei Wochen beschloss das Unternehmen die Errichtung einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft in Hongkong unter dem Namen Metaplanet Asset Management Asia Limited.
Die Neugründung soll mit einem anfänglichen Eigenkapital von 1 Million US-Dollar ausgestattet werden. Zweck der Einheit ist die Verwaltung von Bitcoin-bezogenen Anlagen sowie weiteren liquiden Finanzinstrumenten.
Trotz der jüngsten Stabilisierung über dem mittelfristigen Trend verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn einen Rückgang von 29 Prozent. Die Verringerung des Bezugsrechte-Pools und die daraus resultierenden Stimmrechtsanpassungen spiegeln die Bemühungen wider, die Verwässerung der Altaktionäre nach den Vorwürfen zur Vergütungspolitik einzugrenzen.
Ob die Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse und die internationale Ausrichtung der Treasury-Aktivitäten das Vertrauen der Investoren dauerhaft stärken, werden die kommenden Pflichtmitteilungen zeigen müssen.
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