Meta Aktie: Wells Fargo hebt Ziel auf 796 Dollar
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 18:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Meta legt heute um 5,2 Prozent auf 609,50 Euro zu. Haupttreiber der Kursbewegung ist eine deutliche Anhebung des Kursziels durch Wells Fargo: Das Analysehaus schraubte den Zielwert auf 796 US-Dollar hoch und bekräftigte die Einstufung mit „Overweight“.
Die Analysten begründen ihren Optimismus mit den Fortschritten des Konzerns im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie der Nutzerdynamik des KI-Assistenten Muse im Vorfeld der Entwicklerkonferenz Meta Connect.
Die Einstufung reiht sich in eine Serie positiver Analystenkommentare der vergangenen Wochen ein. Bereits am 10. September stufte Analyst Doug Anmuth von JPMorgan die Aktie von Neutral auf Overweight hoch und setzte ein Kursziel von 820 US-Dollar. Er verwies dabei darauf, dass der persönliche KI-Agent Muse und neue Basismodelle Meta Wachstumspfade jenseits des klassischen Werbegeschäfts eröffnen könnten.
Hohe Erwartungen an die Entwicklerkonferenz
Auf der am Mittwoch beginnenden Hauskonferenz Meta Connect am Campus in Menlo Park richten sich die Blicke der Marktteilnehmer vor allem auf konkrete Nutzungskennzahlen. Wells Fargo rechnet damit, dass Anleger die Keynote von Vorstandschef Mark Zuckerberg am 23. September genau auf Neuigkeiten zu den neuesten KI-Modellen und Hardware-Initiativen wie KI-Brillen abklopfen werden.
Meta hatte Anfang September den autonomen Assistenten Muse vorgestellt, der auf dem Modell Muse Spark basiert und selbstständig Aufgaben wie das Verfassen von Nachrichten oder Reisebuchungen übernehmen kann. Die Technologie soll schrittweise auch auf tragbare Geräte ausgeweitet werden und bildet das Herzstück der aktuellen Produktoffensive.
Eigene Rechenzentren und neue Infrastruktur
Parallel zu den Software-Neuerungen treibt der Konzern den Ausbau seiner technischen Basis voran. Meta kündigte heute das Projekt Petal an: ein transozeanisches Seekabel mit einer Übertragungskapazität von einem Petabit pro Sekunde.
Die Verbindung zwischen Frankreich und den USA erstreckt sich über rund 7.000 Kilometer und soll 2029 in Betrieb gehen. Bei dem Vorhaben kooperiert Meta mit Partnern wie Orange, NEC und Sumitomo Electric Industries, um die Kapazität bisheriger Spitzenkabel ohne proportionalen Anstieg beim Strombedarf zu verdoppeln.
Bereits Mitte des Monats wurde zudem bekannt, dass Meta den Einsatz eigener KI-Chips plant. Der Prozessor MTIA 450 soll im ersten Halbjahr 2027 in den konzerneigenen Rechenzentren installiert werden, um Kosten und Energie zu sparen.
Neue Abo-Erlöse und Bardividende
Neben dem Werbemarkt erschließt sich das Unternehmen zusätzliche Einnahmequellen. Vor knapp einer Woche startete das kostenpflichtige Modell Meta One mit vier Preisstufen für erweiterte KI- und Kreativwerkzeuge, das laut Unternehmensangaben bereits 15 Millionen Abonnements und Testphasen verzeichnet.
Aktionäre profitieren heute zudem vom Ex-Tag einer Bardividende in Höhe von 0,525 US-Dollar je Aktie, deren Auszahlung für den 28. September vorgesehen ist. Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert das Papier an den europäischen Handelsplätzen mit einem Abstand von 8,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 666,70 Euro.
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