Meta Aktie: Sicherheitslücken bremsen Muse-Euphorie
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 14:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach der jüngsten Euphorie um den neuen KI-Assistenten Muse folgte am Freitag die Quittung an den Märkten: Die Meta-Aktie gab um 3,5 Prozent nach.
Mit einem Schlusskurs von 659,70 Euro beendete das Papier die Handelswoche.
Sicherheitslücken trüben die Premierenstimmung
Hauptursache für die getrübte Stimmung sind wiederholte Sicherheitsprobleme rund um das neue Aushängeschild Muse.
Ein Sicherheitsforscher hatte zuvor eine Schwachstelle entdeckt, die Unbefugten Zugriff auf sensible Nutzerdaten ermöglichen könnte.
Bereits am Montag hatte der Sicherheitsexperte Patrick Wardle eine Schwachstelle in der macOS-Version des Assistenten offengelegt, über die lokaler Datenverkehr unbemerkt umgeleitet werden konnte.
Meta versucht derzeit, Muse als zentrale Schnittstelle im Alltag der Nutzer zu etablieren.
Hardware-Offensive trifft auf Chef-Verkäufe
Auf der Entwicklerkonferenz Connect zur Wochenmitte präsentierte Meta neue Geräte wie Ray-Ban Meta Audio und Meta VR Glasses. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, Muse direkt in die vernetzten Brillen zu integrieren.
Muse verzeichnete nach seinem Start am 8. September in den ersten zwölf Tagen zwischen 2,5 und 2,8 Millionen Downloads.
CEO Mark Zuckerberg meldete am Donnerstag den geplanten Verkauf von 27.474 Class-A-Stammaktien im Gegenwert von 21,36 Millionen Dollar über einen vorgegebenen Handelsplan.
Analystenlob versus operative Realität
Wells Fargo hob am Montag das eigene Kursziel für die Aktie von 640 Dollar auf 796 Dollar an. JPMorgan hatte das Papier vor rund zwei Wochen hochgestuft.
Mit einem Abstand von minus 3,8 Prozent zum 52-Wochen-Hoch notiert das Papier trotz des jüngsten Rücksetzers noch immer in Schlagdistanz zu seinen Rekordmarken.
Ein gesunder Dämpfer zur rechten Zeit
Meta verfügt über die finanzielle Kraft und die Nutzerschnittstellen, um im Wettlauf um persönliche KI-Agenten eine Rolle einzunehmen. Auch die Verknüpfung von Muse mit tragbarer Hardware ist strategisch gedacht.
Die wiederholten Sicherheitslecks belegen, dass das Entwicklungstempo derzeit auf Kosten der Gründlichkeit geht.
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