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Meta Aktie: Instagram erweitert Schulprogramm

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Instagram ergänzt sein US-Schulprogramm, während Urteile in New Mexico und Deutschland rechtliche sowie mögliche finanzielle Folgen mit sich bringen.

Schwarz-weiße Reportagefotografie einer dichten Menschenmenge in einer Stadt, jede Person blickt auf ein leuchtendes Smartphone-Display – ein eindringliches Bild digitaler Vernetzung im Stil von Meta Platforms
Meta Platforms US30303M1027 dokumentiert Menschenmenge mit Smartphones in schwarz weißer Reportage Fotografie Illustration mit AI erstellt.

Meta verstärkt seine Bindung an Bildungseinrichtungen. Wie der Konzern am Dienstag bekannt gab, erhält das Partnerschaftsprogramm von Instagram für US-Schulen zusätzliche Funktionen. Vorgesehen sind unter anderem ein zentraler Anlaufpunkt für schulbezogene Konten sowie Werkzeuge für Schülerinnen und Schüler. Nach Unternehmensangaben haben sich der Initiative in den USA bereits knapp 17.000 Schulen angeschlossen.

Der Schritt verdeutlicht das Bestreben, junge Zielgruppen auf den konzerneigenen Plattformen zu halten und Bildungsträger formell einzubinden. Während Instagram seine Reichweite im Bildungsbereich ausbaut, steht der Konzern parallel vor regulatorischen und rechtlichen Hürden auf den Heimat- und Auslandsmärkten.

Juristischer Druck in den USA und Europa

Die Expansion in den Schulen trifft zeitlich auf juristische Niederlagen. Am 25. September entschied eine Geschworenenjury im US-Bundesstaat New Mexico gegen Meta. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass der Konzern die Bürger des Bundesstaates über die Datenpraktiken von Facebook getäuscht habe.

Konkret stuften die Juroren 26 von 29 beanstandeten Aussagen als irreführend ein und stellten mehr als 43 Millionen Verstöße fest. Über die Höhe der fälligen Zivilstrafen muss das zuständige Gericht noch entscheiden.

Zusätzlich drohen Belastungen auf dem europäischen Markt. Am 17. September verurteilte ein deutsches Gericht den Konzern wegen irreführender Werbung Dritter auf Facebook und Instagram. Meta wurde verpflichtet, die gefälschten Anzeigen zu entfernen, Schadensersatz zu leisten sowie Details zu den Kampagnen und den erzielten Einnahmen offenzulegen. Diese Entscheidung ist nach Angaben von Reuters noch nicht rechtskräftig und kann angefochten werden.

Kurs konsolidiert nach Rekordhoch

An den Finanzmärkten führten die rechtlichen Verfahren und die jüngsten Plattforminitiativen zu einer Beruhigung. Am gestrigen Mittwoch gab das Papier im Handel nach und schloss bei 640,40 Euro. Dies entspricht einem Tagesverlust von 1,8 Prozent.

Damit vergrößerte sich der Abstand zum bisherigen 52-Wochen-Hoch, das der Titel am 25. September bei 685,90 Euro markiert hatte. Der Kurs notiert nun 6,6 Prozent unter diesem Rekordwert. Die Anleger wägen die Fortschritte beim Nutzerengagement und den Software-Diensten gegen die finanziellen Risiken anhängiger Klagen ab.

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