Mercedes-Benz, Aktie

Mercedes-Benz Aktie: Elektroabsatz springt um 52 Prozent

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 20:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehr Elektroauslieferungen und neue Ladeangebote treffen auf rückläufige Pkw-Verkäufe in China sowie vorsichtige Analysteneinschätzungen.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte und Autozubehör auf Holztisch
Flatlay mit Aktienzertifikat und ISIN-Karte symbolisiert eine Kapitalanlage in Mercedes-Benz Group AG (DE0007100000) Illustration mit AI erstellt.

Die Mercedes-Benz Group kämpft an den Finanzmärkten mit spürbarem Gegenwind, während das Unternehmen zugleich sein Technologieangebot ausbaut. Im heutigen Handel legt das Papier um 1,4 Prozent auf 39,78 Euro zu. Dennoch spiegelt die Notierung die Skepsis der Anleger wider: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 34 Prozent. Vor allem die Schwäche im traditionellen Kerngeschäft und die Entwicklung in Asien dämpfen die Erwartungen.

Gespaltene Dynamik beim Absatz

Die jüngsten Auslieferungsdaten für das dritte Quartal 2026 zeigen eine deutliche Zweiteilung des Geschäfts. Der weltweite Absatz vollelektrischer Fahrzeuge zog im Vergleich zum Vorjahresquartal um 52 Prozent auf 78.100 Einheiten an.

Besonders das Geschäft auf dem chinesischen Markt bremste die Entwicklung. Dort sanken die Pkw-Auslieferungen im abgelaufenen Vierteljahr um 31 Prozent auf 86.800 Einheiten. Die Zuwächse bei den Elektromodellen konnten diesen Rückgang bei den volumenstarken Modellen nicht kompensieren, was den Druck auf die Ertragsaussichten erhöht.

Neue Technologieangebote und vorsichtige Analysten

Auf operativer Ebene treibt der Konzern die Vernetzung voran. Gestern startete der Stuttgarter Hersteller gemeinsam mit The Mobility House Energy das bidirektionale Laden in Deutschland.

Die Technik erlaubt es geeigneten Elektrofahrzeugen, gespeicherte Energie in das Stromnetz zurückzuspeisen, und steht zunächst für den elektrischen GLC sowie die C-Klasse bereit. Zeitgleich begann im Werk Ludwigsfelde die Fertigung des Reisemobils Marco Polo im konzerneigenen Produktionsnetzwerk.

Trotz dieser Produktinitiativen bleiben Marktbeobachter vorsichtig. Analyst Philippe Houchois vom Bankhaus Jefferies bestätigte seine Kaufempfehlung. Houchois verwies Medienberichten zufolge auf fragile Erwartungen für das Gesamtjahr und warnte vor möglichen Ergebnisbelastungen durch zusätzliche Rückstellungen bei europäischen Herstellern.

Fokus auf den Quartalsbericht

Zur Stützung des Papiers greift das Management weiterhin auf eigene Mittel zurück. Im Zeitraum vom 5. bis zum 9. Oktober erwarb der Konzern 910.000 eigene Aktien für einen Gesamtbetrag von 36.144.678,50 Euro über das laufende Rückkaufprogramm.

Wesentliche Aufschlüsse über die finanzielle Verfassung und die Margenentwicklung dürften die kommenden Wochen bringen: Am 28. Oktober 2026 legt Mercedes-Benz den vollständigen Zwischenbericht für das dritte Quartal vor.

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