Mercedes-Benz Aktie: Deutsche Bank senkt Kursziel auf 70 Euro
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 05:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mercedes-Benz bereitet sich auf die Veröffentlichung der Zwischenbilanz vor. Vor diesem Termin steht die Aktie an den Märkten unter Druck: Am Freitag ging das Papier bei 39,90 Euro aus dem Handel. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 34 Prozent.
Die anstehenden Quartalszahlen dürften zeigen, wie stark sich das anspruchsvolle Marktumfeld auf die Ertragskraft auswirkt. Neben der allgemeinen Branchenentwicklung standen in den vergangenen Wochen sowohl interne Weichenstellungen als auch operative Zwischenfälle im Fokus des Stuttgarter Automobilherstellers.
Kurszielsenkung und kurzzeitiger Produktionsstopp
Auch von Analystenseite gab es Anpassungen vor dem anstehenden Finanzbericht. Medienberichten zufolge senkte Deutsche Bank Research am 29. September das Kursziel für Mercedes-Benz von 73 auf 70 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Buy“.
Zudem verlief der Betriebsablauf in der Produktion nicht gänzlich reibungslos. Wegen eines Lieferengpasses bei bestimmten Fahrzeugkomponenten fiel am 25. September im Werk Sindelfingen eine Schicht aus. In der dortigen Factory 56 sollte die Fertigung am 28. September wieder planmäßig anlaufen.
Interne Vorgaben und politische Signale
Parallel dazu stellt das Management interne Arbeitsabläufe neu auf. Laut Reuters erklärte Mercedes-Benz am 29. September, eine neue Vereinbarung zum mobilen Arbeiten solle Führungskräften ermöglichen, für Vollzeitbeschäftigte bis zu vier Präsenztage pro Woche festzulegen.
Begleitet werden die Schritte durch das Abfindungsprogramm für Verwaltungsbeschäftigte, dessen Neuauflage für Dezember vorgesehen ist. Per E-Mail teilte das Unternehmen den Mitarbeitern mit, dass sich das Angebot an indirekte Bereiche richtet. Individuelle Offerten sollen Tarifbeschäftigte und teilweise Führungskräfte erhalten, wobei für das Ausscheiden das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit gilt.
Rahmenbedingungen für das US-Geschäft
Ein wichtiges Signal gab es derweil aus Übersee im Zusammenhang mit dem US-Gesetzesentwurf zu China-Beteiligungen. US-Senator Bernie Moreno erklärte, die Gesetzesinitiative solle Mercedes-Benz nicht vom dortigen Markt ausschließen. Der Entwurf sieht vor, Unternehmen mit mehr als 15 Prozent chinesischem Eigentum den Fahrzeugverkauf in den USA zu untersagen. Laut Reuters hält der Konzern knapp 20 Prozent passives chinesisches Eigentum.
Der Schlusskurs vom Freitag lag lediglich 0,5 Prozent über dem 52-Wochen-Tief.
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