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Melrose Industries Aktie: Deutsche Bank erhöht Kursziel auf 575 GBX

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Produktionsstörungen in Kalifornien erhöht die Deutsche Bank das Kursziel für Melrose Industries leicht. Analysten bleiben bei 'Hold', während Umsatzprognosen steigen.

Deutsche Bank hebt Kursziel für Melrose Industries trotz Produktionsproblemen an
Abstrakte Darstellung einer modernen industriellen Fertigungshalle mit Fokus auf Präzisionstechnik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Deutsche Bank hat am heutigen Donnerstag ihr Kursziel für Melrose Industries leicht von 570 GBX auf 575 GBX angehoben und behält die Einstufung „Hold“ bei. Die Anpassung erfolgt in einer Phase, in der das Luftfahrtunternehmen mit den operativen Folgen eines technischen Zwischenfalls in seinem Werk im kalifornischen Garden Grove kämpft.

Während die Umsatzprognosen für das laufende Geschäftsjahr zuletzt leicht nach oben korrigiert wurden, belasten Sondereffekte die kurzfristigen Gewinnaussichten und die Kapitalrückführung an die Aktionäre.

Finanzielle Folgen des Garden-Grove-Zwischenfalls

Melrose Industries bestätigte am 7. August, dass ein thermischer Vorfall in der Anlage in Garden Grove die Produktionskapazität beeinträchtigt. Das Unternehmen betreibt den Standort derzeit mit reduzierter Auslastung. Für die zweite Jahreshälfte 2026 rechnet die Konzernführung mit einer daraus resultierenden finanziellen Belastung zwischen 25 Millionen und 30 Millionen Pfund.

Die Unsicherheit über das volle Ausmaß der operativen Störungen hatte bereits am 31. Juli dazu geführt, dass das Unternehmen sein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 175 Millionen Pfund vorerst pausierte.

Die Unterbrechung der Rückkäufe und die potenziellen Risiken für den Cashflow haben bereits erste Reaktionen im Aktionärskreis ausgelöst. So gab der Fonds Ariel International am 6. August bekannt, seine Position in Melrose Industries vollständig aufgelöst zu haben.

Die Investoren begründeten diesen Schritt damit, dass der Zwischenfall in Kalifornien die erwartete positive Wende beim freien Cashflow gefährde, welche die ursprüngliche Basis ihrer Investmententscheidung gebildet hatte.

Analysten zwischen Wachstum und Kostendruck

Trotz der aktuellen operativen Hürden lieferte der Bericht für das am 30. Juni endende erste Halbjahr solide operative Kennzahlen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 1,9 Milliarden Pfund. Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte um 16 Prozent auf 347 Millionen Pfund, während der gesetzliche Vorsteuergewinn mit einem Plus von 18 Prozent auf 282 Millionen Pfund noch deutlicher zulegte.

Dieses operative Wachstum spiegelt sich in den aktualisierten Konsensschätzungen vom 14. August wider. Medienberichten zufolge wurden die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr 2026 von 3,82 Milliarden auf 3,86 Milliarden Pfund angehoben. Gleichzeitig sanken jedoch die Erwartungen für den Gewinn pro Aktie von 0,241 Pfund auf 0,216 Pfund, was den gestiegenen Kostendruck verdeutlicht.

Neben der aktuellen Einschätzung der Deutschen Bank hatten sich am 7. August auch die Analysten von Barclays zu Wort gemeldet. Sie stuften die Aktie weiterhin als „Overweight“ ein, reduzierten jedoch das Kursziel von 7,30 Pfund auf 7,10 Pfund. Zur Begründung verwies die Bank auf eine relative Bewertung im Vergleich zu Branchenkonkurrenten wie Safran und MTU.

Ein quantitativer „Smart Score“ bewertet den Titel derzeit mit 4 von 10 Punkten als neutral. Anleger blicken nun gespannt auf weitere Details zur Wiederherstellung der vollen Kapazitäten in Kalifornien, um die langfristigen Cashflow-Ziele neu bewerten zu können.

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