Medtronic Aktie: Category-I-Codes für Altaviva und Spyral
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 19:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Medtronic setzt bei der Weiterentwicklung seiner Medizintechniksparte auf neue klinische Daten und den Ausbau von Erstattungswegen. Die Untersuchung belegt anhaltende Rückgänge bei Episoden nächtlichen Harndrangs (Nykturie).
Gleichzeitig ernannte das Unternehmen Ariana L. Smith zur nationalen Studienleiterin für die ENDURANCE-Nachzulassungsstudie und vereinbarte eine Partnerschaft mit der American Urogynecologic Society, um das Bewusstsein für Beckenbodenerkrankungen zu stärken.
Die neuen Studienergebnisse stützen die klinische Basis des Altaviva-Systems. Erst wenige Tage zuvor, am 1. Oktober, hatte Medtronic die Genehmigung für sogenannte Category-I-CPT-Codes für Altaviva sowie für das Symplicity-Spyral-System zur Behandlung von Bluthochdruck erhalten. Solche Abrechnungscodes der US-Behörden sind ein wesentlicher Faktor für die reguläre Kostenerstattung und damit für die breitere Anwendung im US-Gesundheitswesen.
Klinische Daten und Erstattungserfolge stützen Pipeline
Neben denFortschritten in der Urologie meldete Medtronic auch in anderen Teilbereichen neue Belege für seine Behandlungsmethoden. Für das VenaSeal-Verschlusssystem zur Therapie fortgeschrittener chronischer Venenleiden wurden am 3. Oktober weltweite prospektive Daten aus dem Spectrum-Programm vorgelegt.
Nach Unternehmensangaben deckt die erweiterte Kostenerstattung in den USA mittlerweile 96 Prozent der durch kommerzielle Versicherer und Medicare abgedeckten Personen ab.
An der Börse spiegelte sich die operative Nachrichtenlage zuletzt in einer freundlichen Tendenz wider. Die Medtronic-Aktie beendete den Handel am Freitag bei 79,00 Euro, was einem Tagesplus von 1,0 Prozent entsprach. Auf Sicht von sieben Tagen legte das Papier um 3,0 Prozent zu.
Umstrukturierung und Führungswechsel im Fokus
Parallel zu den klinischen Programmen trieb Medtronic organisatorische Weichenstellungen voran.
Durch den Abschluss dieser Kapitalmaßnahme trennt der Konzern das Diabetesgeschäft ab, um die Ressourcen künftig gezielter auf Kernbereiche wie die Herz- und Gefäßtherapie sowie interventionelle Spezialanwendungen auszurichten.
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