MDAX, Sartorius

MDAX: Sartorius liefert solide Neunmonatszahlen

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 07:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höherer freier Cashflow und verbesserte Marge prägen Sartorius’ Neunmonatsbilanz; mögliche Zollfolgen bleiben ein Belastungsfaktor.
Moderne Laborausstattung in einem biotechnologischen Unternehmen mit Bioreaktoren bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Laborausrüster Sartorius hat heute Morgen seine Zahlen für die ersten neun Monate vorgelegt und die Jahresziele bestätigt. Die Vorzugsaktie gab dennoch leicht nach, während der Index zulegte. Ein Blick auf die Details zeigt, warum die Reaktion verhalten ausfällt.

Wachstum in allen Regionen

Der Umsatz lag bei 2,74 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt wuchs das operative Geschäft um 8,1 Prozent, vor Zollkompensationen für US-Kunden. Rechnet man diese Effekte ein, bleiben 6,9 Prozent.

Beide Sparten trugen dazu bei. Die Bioprocess-Sparte erlöste 2,21 Milliarden Euro, das Laborgeschäft 524 Millionen Euro mit einem Plus von 8,3 Prozent. Regional führte Asien/Pazifik mit 11 Prozent, die Amerikas folgten mit 8,4 Prozent, Europa mit 6,4 Prozent.

Marge und Cashflow ziehen an

Das operative EBITDA stieg um 6,9 Prozent auf 828 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich auf 30,2 Prozent. Das bereinigte Nettoergebnis erreichte 260 Millionen Euro.

Auffällig ist die Cash-Entwicklung. Der freie Cashflow sprang um 55,2 Prozent auf 310 Millionen Euro. Entsprechend sank der dynamische Verschuldungsgrad auf 3,33, nach 3,55 zum Jahresende 2025. Die Eigenkapitalquote stieg auf 42,8 Prozent.

Prognose bestätigt, Zölle bleiben Thema

Der Vorstand hält an seinen Zielen fest. Der Konzern erwartet ein wechselkursbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 9 Prozent vor Zolleffekten und eine EBITDA-Marge von etwas über 30 Prozent. Für das Laborgeschäft rechnet er nun mit dem oberen Ende der Spanne von 4 bis 6 Prozent.

Die Zollkompensationen bleiben ein Störfaktor. Sie könnten den Konzernumsatz gegenüber den ursprünglichen Annahmen um bis zu 40 Millionen Euro mindern. Ab 2027 firmieren die Sparten zudem unter den Namen „Bioprocessing Solutions“ und „Research Solutions“.

Kursbild

Die Vorzugsaktie notierte zum Zeitpunkt der Meldung bei 260,25 Euro und gab 0,38 Prozent nach. Auf Sicht von drei Monaten steht dennoch ein Plus von gut 18 Prozent zu Buche. Der MDAX stand bei 30.624 Punkten und legte 0,39 Prozent zu. Die bestätigte Prognose und der verbesserte Cashflow stützen das Bild eines stabilen Wachstumswerts, der im Index aktuell zu den Gewinnern der vergangenen Monate zählt.

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