McDonald's Aktie: Sammelklage wirft Preisabsprachen vor
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 06:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deAnalysten blicken mit zunehmender Skepsis auf das Schlussquartal der weltweiten Fast-Food-Kette McDonald's. Nachlassende Branchentrends und offene Baustellen im Verhältnis zu den Restaurantbetreibern belasten die Aussichten für das laufende Geschäft.
Zurückhaltende Prognosen für das dritte Quartal
Am Donnerstag äußerte sich Morgan Stanley vorsichtig zu den weiteren Aussichten des Konzerns. Die US-Investmentbank verwies auf ein sich abkühlendes Marktumfeld im Schnellrestaurantsektor sowie einen anspruchsvollen Ausblick auf das dritte Quartal.
Für McDonald's dürften die Herausforderungen bis zum Jahresende anhalten, während die Unternehmensführung an einer besseren Abstimmung mit den Franchisenehmern arbeitet und die Einführung ihrer NEXT-Initiative vorantreibt.
Parallel dazu passte das Analysehaus Gordon Haskett am Donnerstag seine Erwartungen an. Zwar bekräftigten die Experten ihre Kaufempfehlung für die Aktie, reduzierten jedoch das Kursziel von $285 auf $280. Diese Anpassungen spiegeln die wachsende Vorsicht im Markt wider, da Konsumenten ihr Ausgabeverhalten bei Restaurantbesuchen spürbar hinterfragen.
An der Börse hinterlässt diese Entwicklung deutliche Spuren im Chartbild. Das Papier ging am Freitag bei 216,20 Euro aus dem Handel und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von 18 Prozent.
Reibungspunkte mit Partnern und juristische Vorwürfe
Das Management versucht unterdessen, die Kundenfrequenz mit zeitlich befristeten Angeboten zu stützen. So brachte der Konzern in Teilen der US-Bundesstaaten New York und New Jersey erneut ein spezielles Menüpaket für $16.99 an den Start. Gleichzeitig bereitet das Unternehmen Marketingaktionen für Halloween vor.
Die operative Umsetzung stößt im Franchise-Netzwerk jedoch auf Hürden. Die vor rund einem Monat angekündigte neue Konzernstrategie NEXT verlangt von den Betreibern Anpassungen, die weiterhin für Abstimmungsbedarf zwischen der Zentrale und den Partnern sorgen.
Zusätzlich belasten juristische Auseinandersetzungen das Verhältnis zu den Franchisenehmern. Anfang Oktober reichte ein Kunde in Illinois eine vorgeschlagene bundesweite Sammelklage vor einem Bundesgericht in Chicago ein.
Der Vorwurf lautet, McDonald's und seine Franchisebetreiber hätten über ein KI-gestütztes Preissystem unzulässige Preisabsprachen getroffen, indem nicht-öffentliche Umsatzdaten geteilt worden seien. McDonald's wies die Vorwürfe laut Berichten von Reuters und der Associated Press zurück, bezeichnete sie als spekulativ und betonte, dass die Franchisenehmer ihre Preise selbst festlegen.
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