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McDonald's Aktie: 50.000er-Ziel auf 2028 verschoben

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 20:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

McDonald's verlegt das globale Ausbauziel auf 2028, plant 2026 dennoch 2.600 neue Standorte und meldet im zweiten Quartal weiteres Wachstum.

Modernes Fast-Food-Restaurant mit Self-Order-Kiosks an der Wand, lächelnde Gäste an weißen Tischen, Mitarbeiter an der Theke, warmes Ambientlicht, große Fensterfront zur Stadtstraße, kein Branding
McDonald's modernes Restaurant US5801351017 zeigt Self-Order-Kiosks mit freundlichen Gästen im hellen Innenraum Illustration mit AI erstellt.

McDonald's muss seine ehrgeizigen Wachstumspläne bremsen. Das Ziel, weltweit 50.000 Restaurants zu betreiben, wurde nun von Ende 2027 auf das Jahr 2028 verschoben. Als Gründe für die Verzögerung gelten anhaltend hohe Baukosten sowie eine spürbare Konsumzurückhaltung in wichtigen Märkten.

An der Börse reagierte das Papier am heutigen Dienstag mit einem Abschlag von 0,8 Prozent auf 220,10 Euro und notiert damit nur noch 0,6 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.

Kosten und Expansionspläne im Fokus

Trotz der Anpassung des Zeitplans für das 50.000er-Ziel hält der Konzern an seinem Kurs für das laufende Jahr fest. Für 2026 sind weiterhin rund 2.600 Neueröffnungen geplant. Die Verlangsamung der langfristigen Expansion spiegelt die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider. Medienberichten zufolge belasten gestiegene Zinsen und die Inflation die Kalkulationen für neue Standorte.

Im zweiten Quartal 2026 konnte das Unternehmen dennoch ein Wachstum ausweisen. Der weltweite Systemumsatz stieg währungsbereinigt um 4 Prozent, während der Gewinn pro Aktie (EPS) auf 3,38 US-Dollar kletterte.

Die vergleichenden Umsätze wuchsen konzernweit um 1,3 Prozent. Dabei blieb der wichtige US-Heimatmarkt mit einem Plus von 0,8 Prozent hinter dem globalen Durchschnitt zurück, was den Druck auf das Management erhöht, die Attraktivität für preisbewusste Kunden zu steigern.

Regulatorische Hürden und regionale Engpässe

Neben den makroökonomischen Faktoren sieht sich McDonald's mit neuen regulatorischen Anforderungen konfrontiert. In Los Angeles wird derzeit über eine Verordnung für Fast-Food-Arbeiter beraten, die planbarere Schichten und bezahlte Arbeitsrechtstrainings vorsieht.

Eine unternehmenseigene Umfrage unter den Beschäftigten zeigt jedoch ein geteiltes Bild: Rund 70 Prozent der Mitarbeiter sprachen sich gegen das verpflichtende Training aus. Solche lokalen Initiativen könnten künftig die Betriebskosten in den USA weiter beeinflussen.

International sorgen geopolitische Spannungen für operative Schwierigkeiten. In der Ukraine führt die aktuelle Lage zu Einschränkungen. In den dortigen 130 Restaurants kommt es aufgrund von Lieferverzögerungen infolge von Luftalarmen zeitweise zu Menükürzungen.

Dennoch bleibt der Markt für den Konzern bedeutend; im vergangenen Jahr erwirtschaftete McDonald's in der Ukraine einen Umsatz von 21,3 Milliarden Hrywnja, was einem Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Fundamentale Bewertung und Analysteneinschätzungen

An der Spitze des US-Geschäfts gibt es derweil eine personelle Veränderung. Skye Anderson übernimmt die Position der Präsidentin für McDonald's USA. Sie tritt in einer Phase an, in der die Aktie mit einem Minus von 16 Prozent seit Jahresbeginn eine deutliche Unterperformance gegenüber dem breiteren Markt zeigt.

Analysten blicken dennoch verhalten optimistisch auf die kommenden Monate. Experten von Zacks stufen den Wert derzeit mit einem "Rank #3" (Hold) ein und erwarten für das Gesamtjahr 2026 einen Gewinn pro Aktie von 12,93 US-Dollar, was einem Zuwachs von 5,5 Prozent entsprechen würde. Der breitere Analystenkonsens liegt bei einer Einstufung als "Moderate Buy".

Für das Jahr 2027 prognostizieren Marktbeobachter eine weitere Steigerung des EPS auf 13,98 US-Dollar. Ob die Aktie ihr durchschnittliches Kursziel von 317,18 US-Dollar erreichen kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie erfolgreich der Konzern die Balance zwischen notwendigen Preiserhöhungen und dem Erhalt der Kundenfrequenz meistert.

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