McCormick, Aktie

McCormick Aktie: Verkauf von Colman's geplant

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 14:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

McCormick und Unilever bieten Colman’s potenziellen Käufern an, um Wettbewerbsbedenken vor der geplanten Fusion über 44,8 Milliarden US-Dollar auszuräumen.

Fotorealistische Aufnahme einer Gewürzfabrik mit Arbeitern und bunten Gewürzen
Fotorealistische Gewürzfabrik-Aufnahme veranschaulicht McCormick & Company (ISIN US5797802064) und dessen industrielle Konsumgüter-Produktion weltweit Illustration mit AI erstellt.

McCormick stellt die Weichen für den geplanten Zusammenschluss mit der Lebensmittelsparte von Unilever. Um regulatorische Hürden der rund 44,8 Milliarden US-Dollar schweren Transaktion zu nehmen, steht die Veräußerung der britischen Traditionsmarke Colman’s im Raum.

Während das Management am kommenden Mittwoch auf einer Branchenkonferenz Details zur strategischen Ausrichtung erläutern wird, zeigt sich der Aktienkurs im bisherigen Jahresverlauf deutlich unter Druck.

Strategische Portfolio-Bereinigung für Milliarden-Deal

Medienberichten zufolge haben sowohl Unilever als auch McCormick Pläne bestätigt, die Marke Colman’s abzugeben. Dieser Schritt erfolgt proaktiv, um potenzielle wettbewerbsrechtliche Bedenken der Aufsichtsbehörden im Zusammenhang mit der geplanten Kombination von Unilever Foods und McCormick auszuräumen.

Ein Sprecher von Unilever bestätigte, dass eine Entscheidung getroffen wurde, den Markennamen sowie die zugehörigen Vermögenswerte potenziellen Käufern anzubieten.

Für die Suche nach einem geeigneten Übernehmer wurden bereits Experten der Investmentbank Rothschild mandatiert. Die Transaktion ist Teil einer umfassenderen Umstrukturierung vor dem Zusammenschluss der beiden Konzerne. Das Gesamtvolumen der Fusion zwischen Unilever Foods und McCormick wird auf etwa 44,8 Milliarden US-Dollar taxiert.

Management-Auftritt und Quartalsausblick

Bevor das Unternehmen am 1. Oktober die Finanzergebnisse für das dritte Quartal vorlegt, sucht die Konzernführung den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Am kommenden Mittwoch werden Chairman und CEO Brendan Foley sowie Finanzvorstand Marcos Gabriel auf der Global Consumer Conference von Barclays in New York sprechen.

Anleger erhoffen sich von diesem Auftritt am Vormittag neue Hinweise zum Fortschritt der Unilever-Integration und zur aktuellen Kostenstruktur des Gewürzherstellers.

Insiderverkäufe und Marktlage

Die Aktie verlor am heutigen Montag leicht an Boden und notiert bei 44,88 Euro, was einem Rückgang von 0,9 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus für die Anleger damit bereits auf 24 Prozent. Damit setzt sich die schwache Tendenz fort, nachdem die Aktie bereits in den letzten zwölf Monaten deutlich an Wert verloren hat.

Neben der allgemeinen Marktschwäche sorgten im August Transaktionen aus dem Umfeld der Konzernführung für Aufmerksamkeit. Lawrence Erik Kurzius, ein Anteilseigner mit einer Beteiligung von zehn Prozent am Unternehmen, übte am 10. August Optionen über 205.538 Aktien aus und veräußerte diese unmittelbar darauf zu einem Preis von durchschnittlich 52,6871 US-Dollar je Anteilsschein.

Im Gegensatz dazu erwarb CEO Brendan Foley im Juli im Rahmen von Dividendenreinvestitionen eine geringe Anzahl an nicht-stimmberechtigten Aktien zu Kursen zwischen 51,425 und 52,90 US-Dollar.

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