McCormick Aktie: KPMG folgt auf Ernst & Young
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 05:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
McCormick bereitet die geplante Großtransaktion mit dem Lebensmittelgeschäft von Unilever auf organisatorischer Ebene vor. Der Prüfungsausschuss des US-Konzerns trennte sich am 24. September von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Als Nachfolger für das Geschäftsjahr 2027 wurde KPMG bestellt.
Der Schritt wird wirksam, sobald der Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2026 eingereicht ist. Begründet wurde die Entscheidung mit einer erwarteten fehlenden Unabhängigkeit des bisherigen Abschlussprüfers nach dem Vollzug des milliardenschweren Zusammenschlusses.
Zeitplan für Integration bleibt bestehen
Die Einbindung des Geschäftsfelds Foods von Unilever gilt als zentraler Pfeiler für die künftige Ausrichtung des Würzmittelherstellers. Die Integrationsplanung für den Zusammenschluss liegt nach Unternehmensangaben weiterhin im Zeitplan. Ein Abschluss des Vorhabens wird für Mitte 2027 angestrebt. Die Umsetzung steht jedoch weiterhin unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen sowie der noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen.
Die Vorbereitungen finden in einem herausfordernden Marktumfeld statt. Das Management rechnet für das Gesamtjahr mit einer anhaltenden Kosteninflation von 6 % bis 7 %. Um diesen Teuerungen zu begegnen, setzt das Unternehmen auf Effizienzsteigerungen und eine angepasste Preisgestaltung.
Vorgaben für das Gesamtjahr bestätigt
Die operative Basis lieferten die kürzlich vorgelegten Zwischenergebnisse. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwirtschaftete McCormick einen Nettoumsatz von 2,02 Milliarden $, was einem Zuwachs von 17,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,86 $ leicht über dem Vorjahreswert von 0,85 $.
Das Management hielt infolge dieser Entwicklung an den Zielen für das gesamte Geschäftsjahr 2026 fest. Das bereinigte operative Ergebnis soll um 16 % bis 20 % zulegen, während für das bereinigte Ergebnis je Aktie eine Spanne von 3,05 $ bis 3,13 $ veranschlagt wird.
Kurs bleibt nahe Jahrestief
An den Finanzmärkten sorgten die strukturellen Vorbereitungen und der Ausblick bisher kaum für eine nachhaltige Trendwende. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 39,67 €. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Rückgang von 32 %.
Mit einem knappen Abstand von 3,2 % notiert der Titel weiterhin unweit seines 52-Wochen-Tiefs. Marktbeobachter richten ihr Augenmerk vor allem auf die behördlichen Freigaben, an denen das Gelingen der Integration letztlich hängt.
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