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McCormick Aktie: CMA prüft Unilever-Deal

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 15:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die britische CMA untersucht McCormicks geplante Übernahme von Unilever Foods. TD Cowen senkt derweil Einstufung und Kursziel der Aktie.

Fotorealistische Aufnahme einer Gewürzfabrik mit Arbeitern und bunten Gewürzen
Fotorealistische Gewürzfabrik-Aufnahme veranschaulicht McCormick & Company (ISIN US5797802064) und dessen industrielle Konsumgüter-Produktion weltweit Illustration mit AI erstellt.

Der geplante Zusammenschluss von McCormick & Company mit der Lebensmittelsparte von Unilever ist in eine entscheidende regulatorische Phase eingetreten.

Während die britische Wettbewerbsbehörde gestern die formelle Untersuchung der Transaktion aufnahm, reagierten Analysten heute mit einer vorsichtigeren Einschätzung für die Aktie des US-Gewürzhändlers. Damit steht das Vorhaben, das namhafte Marken wie Knorr, Hellmann’s und French’s unter einem Dach vereinen soll, unter verstärkter Beobachtung.

Wettbewerbshüter leiten erste Untersuchungsphase ein

Die britische Competition and Markets Authority (CMA) hat gestern offiziell eine Phase-1-Prüfung eingeleitet. Die Behörde untersucht dabei, ob die Übernahme der Mehrheit an Unilever Foods durch McCormick zu einer erheblichen Verringerung des Wettbewerbs im Vereinigten Königreich führen könnte.

Ein zentraler Punkt der Prüfung ist die Überschneidung im Senfmarkt, da McCormick bereits die Marke French’s kontrolliert. Um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen, wurde bereits vor gut drei Wochen der zum Portfolio gehörende Senfhersteller Colman's zum Verkauf gestellt.

Die CMA hat sich eine Frist bis zum 11. November 2026 gesetzt, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Bis zu diesem Datum muss die Behörde klären, ob der Deal ohne Auflagen freigegeben wird oder ob eine tiefergehende Phase-2-Untersuchung notwendig ist. Diese Nachricht folgt auf eine längere Phase der Informationsbeschaffung, die bereits im Juli begonnen hatte. Der Abschluss der gesamten Transaktion wird für Mitte 2027 angestrebt.

Analysten reagieren mit Herabstufung

Parallel zum Start der behördlichen Prüfung hat sich die Stimmung am Kapitalmarkt heute eingetrübt. Die Analysten von TD Cowen stuften das Papier von McCormick am heutigen Donnerstag von „Buy“ auf „Hold“ herab.

Gleichzeitig senkte das Bankhaus das Kursziel für die Aktie von 60 auf 55 US-Dollar. Im Marktkonsens wird der Wert derzeit von acht Häusern mit „Hold“ und von fünf Analysten mit „Buy“ bewertet, wobei das durchschnittliche Kursziel bei 60 US-Dollar liegt.

Trotz solider operativer Ergebnisse im letzten Quartalsbericht – der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 Prozent auf 1,94 Milliarden US-Dollar – spiegelt der aktuelle Kursverlauf eine gewisse Skepsis wider.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 25 % an Wert verloren. Mit einem aktuellen Kurs von 43,78 € notiert das Papier zudem etwa 9,5 % unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, was den anhaltenden Abwärtstrend der vergangenen Monate verdeutlicht.

Strategische Struktur und Synergieziele

Die finanzielle Dimension der Fusion ist massiv: Berichten zufolge beläuft sich der Unternehmenswert des kombinierten Vorhabens auf rund 65 Milliarden US-Dollar. Die Struktur sieht vor, dass Unilever eine Barzahlung in Höhe von 15,7 Milliarden US-Dollar erhält.

Nach Abschluss der Transaktion sollen die bisherigen Unilever-Aktionäre 55,1 % am neuen Unternehmen halten, während die McCormick-Aktionäre auf einen Anteil von 35 % kommen. Unilever selbst wird direkt mit 9,9 % beteiligt bleiben.

McCormick plant im Zuge der Integration eine Zweitnotierung an der Londoner Börse. Das Unternehmen verspricht sich von dem Zusammenschluss jährliche Synergien in Höhe von etwa 600 Millionen US-Dollar, dem einmalige Kosten von rund 300 Millionen US-Dollar gegenüberstehen.

Während Marken wie Lipton Ice Tea bei Unilever verbleiben, soll die neue Einheit einen kombinierten Jahresumsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar erzielen. Ob dieser Zeitplan und die strategischen Ziele Bestand haben, hängt nun maßgeblich von der Entscheidung der britischen Aufsichtsbehörde im November ab.

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