Mattel, Aktie

Mattel Aktie: Gewinn top, Prognose gekappt

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 23:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zollrückerstattungen stärkten Mattels Marge, während schwache Segmente und niedrigere Jahresziele den Ausblick belasteten.
Abstrakte Darstellung der Spielzeugindustrie mit eleganten, minimalistischen Formen in warmem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Mattel liefert im dritten Quartal mehr Gewinn als erwartet, senkt aber die Jahresziele. Der neue Konzernchef Roger Lynch startet damit gleich mit einer Korrektur der Erwartungen. Die Aktie reagierte nachbörslich uneinheitlich.

Zollrückerstattungen polieren die Marge

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,30 Dollar, Analysten hatten mit rund 0,95 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 1,81 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Schätzung von 1,84 Milliarden Dollar knapp. Nach US-Rechnungslegung verdiente der Spielzeughersteller 1,23 Dollar je Aktie, nach 0,88 Dollar im Vorjahr.

Die bereinigte Bruttomarge sprang auf 55,0 Prozent, nach 50,2 Prozent im Vorjahresquartal. Ein großer Teil des Plus geht auf Zollrückerstattungen von 88 Millionen Dollar zurück. Der bereinigte operative Gewinn kletterte auf 502 Millionen Dollar.

Barbie und Fisher-Price bremsen

Die Segmente zeigen ein gemischtes Bild. Hot Wheels legte bei den Bruttoumsätzen um sieben Prozent zu. Die Puppensparte mit Barbie wuchs dagegen nur um vier Prozent, weil Partnermarken den Rückgang bei Barbie weitgehend ausglichen. Besonders schwach lief das Geschäft mit Baby- und Vorschulartikeln: minus 16 Prozent, vor allem wegen Fisher-Price.

Branchenweit dämpft die Konsumlaune das Weihnachtsgeschäft. US-Verbraucher halten wegen höherer Energiekosten ihr Geld zusammen.

Ausblick unter Konsens

Für 2026 erwartet Mattel nun ein Umsatzplus von ein bis vier Prozent, zuvor waren es drei bis sechs Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 1,05 bis 1,20 Dollar liegen, bisher standen 1,27 bis 1,39 Dollar im Plan.

Der Analystenkonsens lag bei etwa 1,30 Dollar. Die Prognose klammert Zollrückerstattungen aus, auch mögliche weitere. Das bereinigte operative Ergebnis soll 500 bis 570 Millionen Dollar erreichen.

Lynch sprach von klaren Verbesserungsfeldern. Mattel wolle Ressourcen auf die größten Chancen konzentrieren und konstantere Ergebnisse liefern. Die Führung wird derweil umgebaut: Lynch folgte auf den im Oktober ausgeschiedenen Ynon Kreiz, Peter Griffith von Amgen übernimmt als Finanzchef von Paul Ruh. Der Insider Steve Totzke wird am 11. November Chief Operating Officer.

Zusätzlichen Druck machen Aktionäre wie Ariel Investments und Southeastern Asset Management. Sie fordern, strategische Alternativen bis hin zu einem Verkauf zu prüfen. Die Aktie notierte nachbörslich zunächst leicht im Plus, später meldeten Marktteilnehmer Abschläge von rund vier Prozent. Den ersten Hinweis auf Lynchs Kurs dürfte die Umsetzung der angekündigten Fokussierung im wichtigen Weihnachtsquartal liefern.

Anzeige

Mattel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mattel-Analyse vom 5. November liefert die Antwort:

Die neusten Mattel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mattel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Mattel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | US5770811025 | MATTEL | boerse | 70466728 |