Maternus-Kliniken, Aktie

Maternus-Kliniken Aktie: EBITDA-Ziel fast verdreifacht

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 12:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Maternus-Kliniken erhöhen im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz auf 60,6 Millionen Euro, während höhere Personalkosten das EBITDA belasten.

Maternus-Kliniken steigern Halbjahresumsatz trotz EBITDA-Rückgang
Moderne, lichtdurchflutete Krankenhausarchitektur als Symbol für wirtschaftliches Wachstum im Gesundheitssektor. Illustration mit AI erstellt.

Die Maternus-Kliniken AG verzeichnete in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein moderates Erlöswachstum und eine verbesserte operative Belegung. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, kletterten die Konzernumsatzerlöse im ersten Halbjahr 2026 um 1,3 Millionen Euro auf 60,6 Millionen Euro.

Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatten die Erlöse bei 59,3 Millionen Euro gelegen. Zeitgleich verbesserte sich die konzernweite Auslastungsquote spürbar auf 83,6 Prozent, nachdem im Vorjahr noch 81,3 Prozent zu Buche gestanden hatten.

Umbau im Pflegebereich und Zuwachs in der Reha

Im Segment der Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen erhöhten sich die Umsatzerlöse um 0,6 Millionen Euro auf 46,9 Millionen Euro. Die Auslastung verharrte in diesem Bereich mit 84,2 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Parallel dazu setzte der Konzern seine Portfoliobereinigung fort.

Der ambulante Pflegedienst Eifel in Pelm wurde zum Ende des ersten Quartals eingestellt, gefolgt von der Beendigung der Versorgung von Wohngruppen in Köln im April. Zudem ging das Seniorencentrum „Unter der Homburg“ in Stadtoldendorf Ende August an eine neue Betreiberin über.

Im Rehabilitationsgeschäft zeigten die Restrukturierungsmaßnahmen nach der Schließung der Bayerwald-Klinik Cham deutliche Wirkung. Durch die Bündelung der Aktivitäten am verbliebenen Standort Bad Oeynhausen kletterte die Auslastung des Segments von 72,9 Prozent auf 83,1 Prozent.

Die durchschnittliche Belegung stieg im selben Zug auf 376 Betten. Weitere Impulse verspricht sich das Management von neuen Angeboten, darunter einer Anfang Juli eingerichteten Begleittierstation mit 19 Plätzen, sowie von beantragten Kapazitätserweiterungen bei der Deutschen Rentenversicherung.

Personalaufwand drückt Halbjahresergebnis

Trotz der gestiegenen Erlöse hinterließen höhere Kosten Spuren in der Zwischenbilanz. Der Personalaufwand legte um 2,7 Millionen Euro auf 40,8 Millionen Euro zu.

In der Folge ging das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 5,5 Millionen Euro zurück, verglichen mit 6,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich gelang es dem Betreiber jedoch, den Halbjahresverlust leicht auf 1,9 Millionen Euro einzugrenzen.

Vorstand bekräftigt ambitionierte Jahresziele

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Unternehmensführung mit einer deutlichen Beschleunigung der Ertragsdynamik im zweiten Halbjahr. Der Vorstand peilt für das Gesamtjahr Umsatzerlöse von 118,5 Millionen Euro an. Das operative Ergebnis soll dabei kräftig zulegen: Beim EBITDA strebt der Konzern ein Ziel von 10,9 Millionen Euro an. Dies entspräche nahezu einer Verdreifachung gegenüber dem im Geschäftsjahr 2025 erzielten Wert von 3,9 Millionen Euro.

Detaillierte Einblicke in den Geschäftsverlauf liefert der vollständige Halbjahresfinanzbericht, dessen Veröffentlichung für den 30. September 2026 angekündigt ist.

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