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Marvell Technology Aktie: Lumentum-Deal drückt Kurs

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 23:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der geplante Zukauf belastet Marvells Kurs; Lumentum wächst im Quartal und stellt weitere Umsätze in Aussicht.
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Der Markt bestraft beide Seiten des Deals. Während Lumentum-Aktionäre trotz glänzender Zahlen Kursverluste von rund 17 Prozent hinnehmen, rutscht auch Marvell zweistellig ab. Am Nachmittag in New York lag der Kurs zeitweise etwa 13 Prozent im Minus bei gut 170 Dollar.

Aktientausch mit Prämie

Marvell übernimmt Lumentum im reinen Aktientausch. Pro Lumentum-Aktie erhalten die Eigentümer 4,5 Marvell-Aktien, das entspricht einem Wert von 1.132 Dollar je Anteilsschein. Das Umtauschverhältnis ist fix. Der Abschluss ist für die erste Hälfte des Kalenderjahres 2028 angepeilt.

Marvell stellt langfristig Synergien von einer Milliarde Dollar in Aussicht, vor allem bei den Herstellungskosten. Marktbeobachter sehen jedoch Risiken: Die Verwässerung für die eigenen Aktionäre und die Integration eines so großen Optik-Spezialisten bereiten Investoren offenbar Sorgen.

Analysten uneins

B. Riley senkte das Kursziel für Marvell auf 275 von zuvor 365 Dollar und verwies auf genau diese Verwässerungs- und Integrationsrisiken. Das Rating bleibt bei "Buy". Rosenblatt bestätigt ebenfalls "Buy" mit einem Ziel von 300 Dollar und lobt die erfolgreiche Zukaufstrategie des Konzerns im vergangenen Jahrzehnt.

Auf der Lumentum-Seite fällt das Urteil gemischt aus. Stifel stufte den Titel auf "Hold" ab und kappte das Ziel drastisch auf 806 Dollar. Mizuho bleibt bei "Outperform" und setzt 1.132 Dollar an, was exakt dem Angebotswert entspricht.

Dabei liefert das Zielunternehmen operativ stark. Lumentum steigerte den Quartalsumsatz auf 1,26 Milliarden Dollar und übertraf die Gewinnerwartungen deutlich. Für das Dezemberquartal peilt das Management rund 1,6 Milliarden Dollar Umsatz an, über dem Konsens. Hinzu kommen Abnahmezusagen von mehr als fünf Milliarden Dollar für einen weiteren Auftrag bei optischen Verbindungstechnologien.

Was die Zahlen für Marvell bedeuten

Marvell kauft damit ein Unternehmen, das nach Einschätzung von B. Riley bis 2029 ausverkaufte Kapazitäten hat. Die Nachfrage nach 800G- und 1,6T-Transceivern übersteigt laut Mizuho das Angebot. Strategisch stärkt das Marvells Position im KI-Rechenzentrumsgeschäft.

Der Preis dafür ist hoch, und der Markt rechnet ihn zunächst gegen den Marvell-Kurs. Ob sich das ändert, dürfte sich an den kommenden Marvell-Quartalszahlen und an den Details zur Finanzierung der Integration messen lassen. Der Abschluss 2028 liegt jedoch noch weit entfernt.

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