Marvell Technology Aktie: Jefferies und Evercore heben Kursziele
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-Analysehäuser reagieren mit deutlichen Kurszielanhebungen auf die jüngsten Perspektiven von Marvell Technology. Am Dienstag zogen gleich zwei renommierte Adressen ihre Bewertungen für den Halbleiterkonzern kräftig nach oben. Jefferies erhöhte das Kursziel von 325 $ auf 450 $ und bekräftigte das Votum „Buy“. Parallel dazu passte Evercore ISI das eigene Kursziel von 275 $ auf 433 $ an und behielt die Einstufung „Outperform“ bei.
Beide Häuser honorieren damit die langfristigen Aussichten des Unternehmens, insbesondere im Bereich der Konnektivität. An den Märkten sorgt dieser Zuspruch für anhaltenden Rückenwind: Im vorbörslichen Handel legte das Papier um 0,7 % zu und notiert bei 256,85 €.
Langfristige Wachstumstreiber im Fokus
Hintergrund der optimistischen Analystenkommentare ist der strategische Ausblick des Konzerns. Beim Investorentag von Marvell Technology hob das Management laut Reuters das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2028 von 18 Milliarden $ auf rund 20 Milliarden $ an.
Für das Geschäftsjahr 2031 wurde ein Rahmen von 70 Milliarden $ bis 90 Milliarden $ Umsatz sowie ein bereinigter Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) von 30 $ oder mehr gesteckt.
Die Unternehmensführung begründete diese Dimensionen mit dem rasant wachsenden Markt für Künstliche Intelligenz. Bis 2030 beziffert Marvell den gesamten adressierbaren Markt für KI-Anwendungen auf rund 400 Milliarden $. Jefferies verwies in seiner Begründung explizit auf dieses Rahmenwerk für das Geschäftsjahr 2031 sowie auf das Potenzial im Konnektivitätssektor, das die höhere Bewertung stütze.
Partnerschaften und Insider-Transaktion
Um den wachsenden Bedarf an Rechenzentrums- und KI-Infrastruktur bedienen zu können, sichert sich Marvell zudem zusätzliche Fertigungskapazitäten. Medienberichten zufolge kündigte AT&S am 22. September eine erweiterte Zusammenarbeit mit Marvell an. Ziel dieser Kooperation ist es, die Kapazitäten für fortschrittliche IC-Substrate auszubauen, die für KI- und Cloud-Infrastrukturen der nächsten Generation benötigt werden.
Auf der Führungsebene kam es unterdessen zu einer Routine-Transaktion: Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, veräußerte ein Familientrust von President und COO Chris Koopmans am 1. Oktober 10.000 Aktien im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans (Rule 10b5-1). Nach dem Verkauf verbleiben 207.941 Marvell-Aktien im indirekten Besitz des Managers.
Mit dem jüngsten Kursanstieg rückt das 52-Wochen-Hoch von 290,35 € wieder näher, von dem das Papier aktuell 12 % entfernt liegt. Die massiven Zielanpassungen der Analysten spiegeln die Erwartung wider, dass Marvells Rolle in der KI-Infrastruktur in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.
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