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Martin Marietta Materials Aktie: Umsatzrekord, Gewinnlücke

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 18:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Lhoist-Zukauf stärkte Umsatz und Spezialgeschäft, während Energiekosten und niedrigere Preise den bereinigten Quartalsgewinn belasteten.
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Martin Marietta Materials meldet für das dritte Quartal den höchsten Umsatz der Firmengeschichte. Beim bereinigten Gewinn je Aktie verfehlte der Baustoffkonzern allerdings die Erwartungen. Den Hintergrund liefern der Zukauf von Lhoist North America und hohe Energiekosten.

Zukäufe treiben die Erlöse

Die Erlöse stiegen um 28 Prozent auf 2,37 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet. Der bereinigte Gewinn lag bei 5,47 Dollar je Aktie, erwartet worden waren 6,17 Dollar. Nach US-GAAP sank der Gewinn auf 256 Millionen Dollar, nach 414 Millionen im Vorjahresquartal.

Das bereinigte EBITDA legte um 21 Prozent auf 808 Millionen Dollar zu. Die Marge schrumpfte jedoch auf 34 Prozent, nach 36 Prozent. Im Kerngeschäft Zuschlagstoffe stieg der Absatz um knapp 16 Prozent auf 67,1 Millionen Tonnen, getragen von Übernahmen. Organisch ging er leicht zurück.

Der Durchschnittspreis je Tonne fiel um 3,6 Prozent, weil zugekaufte Standorte niedrigere Preise erzielen. Organisch stieg er um 1,0 Prozent. Diesel und andere Energiekosten fraßen diesen Zuwachs auf, der organische Bruttogewinn im Segment schrumpfte um 25 Millionen Dollar.

LNA verändert das Portfolio

Der Abschluss der Lhoist-Übernahme am 21. August markiert den Wendepunkt. Der Kaufpreis betrug 12,9 Milliarden Dollar, davon 7,0 Milliarden in bar und der Rest in eigenen Aktien. Seit dem Closing steuerte LNA 216 Millionen Dollar Umsatz und 115 Millionen Dollar Cash-Bruttogewinn bei. Das Spezialgeschäft erreichte damit Rekordwerte, die Marge dort stieg auf 45 Prozent, nach 36 Prozent.

Konzernchef Ward Nye spricht von einem "definierenden Meilenstein". Mehr als die Hälfte der Hartgestein-Reserven besteht aus Kalkstein. Er lässt sich nun zu Zuschlagstoffen, Calciumcarbonat und Kalkprodukten verarbeiten. Das soll die Abhängigkeit von zyklischen Bausegmenten verringern.

Ausblick: Preisaktionen ab Januar

Für 2026 hebt das Unternehmen die Mittelpunkte der Prognose an: Umsatz von 7,80 Milliarden Dollar und bereinigtes EBITDA von 2,48 Milliarden Dollar. Das schwächere Altgeschäft sollen die Zukäufe mehr als ausgleichen. Im vierten Quartal rechnet das Management weiter mit negativem Preis-Kosten-Verhältnis und einem organischen Volumenrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich.

Die Wende soll zum 1. Januar 2027 kommen. Dann greifen neue Preise, die Management erwartet bei Zuschlagstoffen ein mix-bereinigtes Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Für LNA peilt der Konzern im kommenden Jahr rund 820 Millionen Dollar EBITDA an.

Der Free Cashflow erreichte mit 426 Millionen Dollar einen Rekord für ein drittes Quartal. Im vierten Quartal sollen rund 500 Millionen Dollar Schulden getilgt werden. Die Aktie notierte nach den Zahlen zeitweise knapp 2 Prozent im Plus bei rund 554 Dollar.

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