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Marks and Spencer Aktie: Artemis unterschreitet Meldeschwelle

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 05:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Artemis hält weniger als fünf Prozent, während Marks and Spencer Klarna-Zahlungen einführt und einen neuen Supermarkt plant.
Abstraktes Bild einer hochwertigen Ladenfront in abendlicher Stimmung, das die Einzelhandelsbranche symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Artemis Investment Management hat seine kombinierte Stimmrechtsposition an Marks and Spencer unter die Meldeschwelle von 5% gesenkt. Die gestern bei der britischen Finanzaufsicht FCA eingereichte TR-1-Mitteilung dokumentiert damit einen Rückgang der Beteiligung. Für Anleger ist das ein Signal zur Aktionärsstruktur, aber keine Aussage über die operative Entwicklung des Unternehmens.

Artemis reduziert seine Position

Die kombinierte Position sank am Donnerstag von 5,058978% auf 4,985621%. Sie umfasst direkt gehaltene Aktien sowie eine zusätzliche Position über einen Equity Swap. Die gemeldete Gesamtposition darf deshalb nicht mit einem ausschließlich direkten Aktienbesitz gleichgesetzt werden.

Der wesentliche Teil der Position entfällt weiterhin auf direkt gehaltene Aktien. Der Schwellenübertritt bedeutet somit keinen vollständigen Rückzug von Artemis. Er zeigt zunächst eine begrenzte Veränderung der Beteiligung und sollte nicht mit einer grundlegenden Neubewertung des Geschäfts verwechselt werden.

Nach der Mitteilung hält Artemis direkt 4,974947%. Der ergänzende Equity Swap entspricht 0,010674% und ist ohne Stimmrechte ausgestaltet. Diese Unterscheidung ist für die Einordnung der kombinierten Position entscheidend.

Neue Zahlungsoption für das Onlinegeschäft

Operativ erweitert Marks and Spencer unterdessen die Bezahlmöglichkeiten. Seit Donnerstag können Kunden bei Onlinekäufen von Mode, Wohnartikeln und Beauty-Produkten Klarna nutzen. Die Option steht sowohl im Internetauftritt als auch in der App zur Verfügung.

Kunden können den Kaufpreis in drei gleichen, zinsfreien Raten begleichen. Ein revolvierender Saldo ist dabei nicht vorgesehen. Die Neuerung betrifft damit die Zahlungsabwicklung in diesen Sortimenten und nicht das gesamte Angebot von Marks and Spencer.

Für Anleger liegt die Bedeutung in der zusätzlichen Flexibilität beim Einkauf. Daraus lässt sich allerdings noch kein konkreter Umsatz- oder Ergebnisbeitrag ableiten. Die Einführung ist zunächst eine operative Erweiterung, keine bezifferte Wachstumsprognose.

Filialprojekt setzt weiteren Akzent

Parallel plant Marks and Spencer einen neuen Supermarkt in Clarks Village in Street. Er ist Teil eines Projekts über 3,2 Millionen Pfund. Die Eröffnung wird im Frühjahr 2027 erwartet.

Der neue Laden soll in der bisherigen Next-Fläche entstehen. Das kleinere bestehende Geschäft soll bis zum Umzug geöffnet bleiben. Damit steht neben der digitalen Zahlungsoption auch eine konkrete Veränderung des Filialangebots auf der Agenda.

Die Beteiligungsmeldung und die operativen Schritte sind getrennt zu bewerten: Artemis hat seine Position reduziert, während Marks and Spencer sein Angebot weiterentwickelt. Für die fundamentale Bewertung bleibt entscheidend, welchen wirtschaftlichen Beitrag solche Maßnahmen künftig leisten. Der Schwellenübertritt allein beantwortet diese Frage nicht.

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