Maplebear Aktie: DoorDash greift zu
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 18:47 Uhr | Redaktion boerse-global.deDoorDash will Instacart übernehmen. Der Deal bewertet das Unternehmen mit rund 17 Milliarden Dollar, pro Aktie bietet der Käufer 65,00 Dollar. Parallel legte Instacart Quartalszahlen vor, die zeigen, was DoorDash für sein Geld bekommt.
Die Eckpunkte des Deals
Der Preis liegt 26 Prozent über dem Schlusskurs vom 22. Oktober, dem letzten Handelstag vor den ersten Medienberichten über eine mögliche Transaktion. Der Verwaltungsrat hat die Vereinbarung einstimmig gebilligt.
Mindestens 75 Prozent der Gegenleistung fließen in bar. Aktionäre können Bargeld, DoorDash-Aktien (0,3372 Anteile je Instacart-Aktie) oder eine Mischung wählen. Der Aktienanteil ist auf 25 Prozent der Gesamtsumme gedeckelt, bei Überzeichnung greift eine anteilige Kürzung. DoorDash will den Barteil aus vorhandenen Mitteln und Schulden finanzieren, JPMorgan sichert dies mit einer Überbrückungsfazilität ab. Eine Finanzierungsbedingung gibt es nicht.
Abgeschlossen sein soll die Übernahme Ende 2027 oder in der ersten Jahreshälfte 2028. Zuvor müssen die Instacart-Aktionäre zustimmen, Kartellbehörden und weitere Stellen, unter anderem in Kanada und Israel, müssen freigeben. Aktionäre mit rund 19 Prozent der Anteile haben bereits zugesagt, für den Deal zu stimmen.
Starkes Quartal als Hintergrund
Das dritte Quartal nennt Konzernchef Chris Rogers das beste seit dem Börsengang. Das Bruttotransaktionsvolumen stieg um 15 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar, die Bestellungen legten um 10 Prozent zu. Der Umsatz wuchs um 17 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Dollar.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Werbegeschäft mit einem Plus von 23 Prozent. Das bereinigte EBITDA kletterte ebenfalls um 23 Prozent auf 342 Millionen Dollar.
Der Nettogewinn stieg dagegen nur um 2 Prozent auf 147 Millionen Dollar. Der freie Cashflow lag bei 307 Millionen Dollar, und Instacart kaufte im Quartal Aktien für 230 Millionen Dollar zurück.
Wegen der Übernahme sagte das Unternehmen die für den 5. November geplante Telefonkonferenz ab. Die Prognose ist ausgesetzt, die langfristigen Ziele hat Instacart zurückgezogen. Das gilt als üblich, solange eine solche Transaktion läuft.
Was DoorDash verspricht
Der Käufer verweist auf mehr Auswahl für Kunden: Zu den knapp 100.000 Geschäften auf Instacart kämen über 50.000 weitere hinzu. Mitglieder von DashPass und Instacart+ sollen nur noch eine Gebühr zahlen, geschätzte Ersparnis: 100 Millionen Dollar pro Jahr. Nach dem Abschluss soll Instacart mit Marke, Unternehmenstechnologie und App erhalten bleiben. Bis dahin arbeiten beide Firmen unabhängig weiter.
Die Kartellprüfung dürfte der kritische Punkt sein. Sie entscheidet darüber, ob die 65 Dollar je Aktie bis Ende 2027 oder Anfang 2028 tatsächlich ausgezahlt werden.
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