Macerich, Aktie

Macerich Aktie: Rekordumsatz, verhaltene Reaktion

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 00:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Macerich meldet Rekordumsätze und Fortschritte beim Schuldenabbau, die Aktie reagiert jedoch nur verhalten. Der Fokus liegt auf dem geplanten NOI-Wachstum.

Macerich: Rekordumsätze und sinkende Schulden, Aktie bleibt stabil
Moderne Architektur eines gehobenen Einkaufszentrums mit verschwommenen Passanten bei weichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Centermanager könnte sich über solche Zahlen freuen: Rekordumsätze pro Fläche, steigende Vermietungsquoten, sinkende Verschuldung. Die Aktie reagierte trotzdem kaum – ein Kontrast, der zeigt, wie genau der Markt bei Macerich inzwischen zwischen operativer Story und Gewinnzahlen unterscheidet.

Der Einkaufszentren-Betreiber meldete für das zweite Quartal 2026 ein Umsatzniveau von 919 Dollar pro Quadratfuß im Gesamtportfolio – ein Firmenrekord. Im sogenannten "Go-Forward"-Portfolio, den Centern im aktiven Umbau, lag der Wert sogar bei 954 Dollar. Die Vermietungsquote kletterte auf 94 Prozent, im Kernportfolio auf 95,5 Prozent. Das operative Ergebnis (NOI) der Go-Forward-Center wuchs im Quartal um 3,8 Prozent, für das Gesamtjahr hält Macerich an einem Ziel von mindestens 3 Prozent Wachstum fest.

Die Aktie gab im regulären Handel um 0,97 Prozent auf 25,62 Dollar nach und blieb nachbörslich nahezu unverändert bei 25,60 Dollar. Damit notiert das Papier weiterhin nur wenige Prozent unter seinem Jahreshoch von 26,68 Dollar – die Kursreaktion fiel eher gedämpft aus als dramatisch.

Entschuldung macht Fortschritte

Die Verschuldung bleibt der wunde Punkt der Turnaround-Geschichte. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA sank auf das 7,3-Fache, unter Einbezug noch nicht abgerechneter Forward-Equity-Erlöse rutscht der Wert unter das 7-Fache. Macerich verweist auf ein mittelfristiges Ziel im Bereich des 6-Fachen.

Rückenwind soll dabei ein Aktienplatzierungserlös von rund 372 Millionen Dollar liefern, der bis zur Abrechnung im Juni 2027 in Zukäufe fließen soll. Bei angepeilten Renditen von 9 bis 11 Prozent könnte das die Verschuldung laut Unternehmensangaben in den hohen Fünferbereich drücken. CEO Jack Hsieh bezeichnete das aktuelle Marktumfeld für den Erwerb hochwertiger Einkaufszentren als besonders günstig – Macerich könne dank fehlender Hypothekenschulden schnell handeln.

Von den ursprünglich geplanten 1.000 neuen Mietverträgen im Rahmen des mehrjährigen Umbauprogramms sind inzwischen 830 abgeschlossen, zwei Drittel der verbleibenden 170 befinden sich bereits in der Absichtserklärungsphase. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem stärkeren vierten als drittem Quartal, getrieben durch bereits unterschriebene, aber noch nicht eröffnete Mietflächen im Volumen von rund 140 Millionen Dollar Ertragspotenzial.

Der Verwaltungsrat beschloss zudem eine Quartalsdividende von 0,17 Dollar je Aktie, zahlbar am 28. September 2026 an Aktionäre, die am 14. September 2026 im Bestand geführt sind. Für die kommenden Quartale bleibt die entscheidende Kennziffer, ob sich das für 2027 und 2028 in Aussicht gestellte beschleunigte NOI-Wachstum von über 8 Prozent tatsächlich materialisiert – gestützt auf die bereits unterschriebenen, aber noch nicht produktiven Mietverträge im Portfolio.

Anzeige

Macerich-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Macerich-Analyse vom 5. August liefert die Antwort:

Die neusten Macerich-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Macerich-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Macerich: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US5543821012 | MACERICH | boerse | 69917368 |