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Lufthansa Aktie: Powerbank zwingt Flug nach Lyon

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 10:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bernstein sieht hohe Kerosinpreise als Belastung; zugleich plant die Lufthansa Group neue Boeing-Flugzeuge und erwartet mehr Oktoberfest-Reisende.

Weißes Passagierflugzeug beim Start in goldenes Abendlicht auf einer Landebahn
Fotorealistisches Stockbild für Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125): Ein generisches, ungebrandetes Verkehrsflugzeug beim Start in warmem goldenem Abendlicht auf einer langen Landebahn, dramatischer Sonnenuntergang im Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

Ein Flug der Fluggesellschaft auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Lissabon musste außerplanmäßig im französischen Lyon zwischenlanden.

Ursache für das Manöver war eine brennende Powerbank an Bord der Maschine. Nach Unternehmensangaben blieben alle 198 Passagiere unverletzt und wurden für die Weiterreise umgebucht. Die Aktie des MDAX-Konzerns gab am Handelstag um 0,7 Prozent auf 7,67 Euro nach.

Bereits am Samstag konnte eine Lufthansa-Maschine ihre geplante Route von Frankfurt nach Toronto nicht wie vorgesehen absolvieren.

Wegen einer auffälligen Geruchsentwicklung in der Flugzeugkabine entschieden sich die Piloten aus Sicherheitsgründen für eine vorzeitige Landung im britischen Manchester. Für die 371 Fluggäste an Bord organisierte das Unternehmen eine Unterbringung für die Nacht.

Solche operativen Störungen verursachen im laufenden Betrieb zusätzlichen logistischen Aufwand und Umbuchungskosten, selbst wenn Zwischenfälle ohne Personenschäden glimpflich enden. Für Investoren rücken neben den kurzfristigen Beeinträchtigungen des Flugplans vor allem die operativen Rahmenbedingungen und Treibstoffkosten in den Mittelpunkt.

Bernstein verweist auf Kerosinpreise

Aus Analystensicht bleiben vor allem externe Kostenfaktoren eine Herausforderung für die Fluggesellschaft.

Als maßgebliches Problem für die gesamte Branche hoben die Experten die Kerosinpreise hervor, die die Margenentwicklung der europäischen Fluggesellschaften belasten. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 8,8 Prozent.

Flottenplanung und Passagieraufkommen

Gleichzeitig stellt das Unternehmen Weichen für die langfristige Modernisierung seiner Flotte. Medienberichten zufolge plant die Lufthansa Group den Kauf von 20 Maschinen des Flugzeugtyps Boeing 737 MAX 10. Die Auslieferung der neuen Flugzeuge soll den Berichten nach zu Beginn der 2030er-Jahre starten.

Im laufenden Passagiergeschäft stützt unterdessen das saisonale Reiseaufkommen die Auslastung der Airline. Im Rahmen des Oktoberfests in München stellte die Fluggesellschaft ihren Bordservice im traditionellen Trachtenlook vor. Für den Zeitraum des Volksfests rechnet die Fluggesellschaft an ihrem süddeutschen Drehkreuz mit rund 1,7 Millionen Fluggästen.

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