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Lufthansa Aktie: Gloy wird neuer Technik-Chef

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 12:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lufthansa reaktiviert Nahost-Verbindungen schrittweise, meldet Fortschritte bei AeroSHARK und bereitet einen CEO-Wechsel bei Lufthansa Technik vor.

Weißes Passagierflugzeug beim Start in goldenes Abendlicht auf einer Landebahn
Fotorealistisches Stockbild für Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125): Ein generisches, ungebrandetes Verkehrsflugzeug beim Start in warmem goldenem Abendlicht auf einer langen Landebahn, dramatischer Sonnenuntergang im Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

Die Lufthansa Group bereitet sich auf eine schrittweise Normalisierung ihres Flugplans im Mittleren Osten vor und stellt gleichzeitig personelle sowie technologische Weichen für die Zukunft.

Während die Airline-Gruppe ihre Präsenz in der Golfregion ab Ende Oktober wieder ausbauen will, rückt bei der Tochtergesellschaft Lufthansa Technik ein Wechsel an der Spitze näher. Am Aktienmarkt reagierten die Anleger positiv auf die operativen Neuigkeiten: Das Papier legte heute um 1,4 % zu und notiert bei 7,74 €.

Fokus auf den Mittleren Osten und Technik-Innovation

Ein zentraler Bestandteil der aktuellen Planungen ist die schrittweise Wiederaufnahme der Verbindungen nach Dubai ab Ende Oktober. Laut Konzernangaben sind für diese Region in der Spitzenzeit bis zu 36 Flüge pro Woche vorgesehen. Dennoch bleibt die Lage in Teilen des Netzwerks volatil.

Während die Verbindung zwischen Frankfurt und Riad bereits gestern mit drei wöchentlichen Flügen wieder aufgenommen wurde, bleiben andere Ziele vorerst gestrichen. Verbindungen nach Dubai, Abu Dhabi, Beirut, Dammam und Muscat sind bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Für Erbil und Teheran gilt die Unterbrechung des Flugbetriebs nach aktuellem Stand bis zum 31. Oktober.

Parallel zu den operativen Anpassungen im Flugplan meldet die Sparte Lufthansa Technik technologische Fortschritte. Das Unternehmen befindet sich in der Endphase der Zertifizierung für die Oberflächentechnologie AeroSHARK an einem Airbus A330. Es handelt sich dabei um die erste derartige Zertifizierung für ein Airbus-Muster. Die Technologie, die der Haut eines Hais nachempfunden ist, soll den Luftwiderstand verringern und damit zur Treibstoffersparnis beitragen.

Strategische Expansion und personelle Weichenstellungen

Auch auf der Führungsebene gibt es Neuigkeiten: Harald Gloy wird zum 1. Februar 2027 neuer CEO der Lufthansa Technik AG. Er tritt die Nachfolge von Soeren Stark an, der in den Ruhestand geht. Diese frühzeitige Bekanntgabe soll Kontinuität in einer der profitabelsten Sparten des Konzerns gewährleisten.

Im Bereich des Frachtgeschäfts treibt die Gruppe ihre Konsolidierung voran. Wie am Montag bekannt wurde, hat Lufthansa Cargo eine Vereinbarung zum vollständigen Erwerb der LUG aircargo handling GmbH unterzeichnet. Diese Akquisition unterstreicht das Bestreben, die Bodenabfertigung im Frachtsektor stärker in die eigenen Hände zu nehmen.

Zudem bleibt das Bieterverfahren um die portugiesische Staatsairline TAP ein wichtiges Thema für die strategische Ausrichtung in Europa. Medienberichten zufolge hat die Regierung in Lissabon Lufthansa und die Konkurrenz von Air France-KLM in der finalen Bieterrunde zu verbesserten Angeboten aufgefordert. Beide Konzerne hatten im Juli verbindliche Gebote für einen Anteil von 44,9 % an der TAP abgegeben, ohne jedoch konkrete Summen öffentlich zu nennen.

Analysten-Votum und aktuelle Marktlage

Die Analysten bewerten die aktuelle Lage der Kranich-Airline differenziert. Die US-Bank JPMorgan bestätigte am vergangenen Freitag die Einstufung „Neutral“ für die Aktie und nannte ein Kursziel von 7,50 €. Damit liegt die aktuelle Notierung leicht über der Erwartung der Experten. Trotz der jüngsten Erholung heute bleibt der Titel charttechnisch unter Druck.

Die Aktie notiert aktuell rund 8,1 % unter ihrem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, was die anhaltenden Herausforderungen durch geopolitische Spannungen und hohe Betriebskosten widerspiegelt. Anleger beobachten nun genau, ob die schrittweise Wiederaufnahme wichtiger Langstreckenverbindungen im Oktober zu einer nachhaltigen Stabilisierung des Kurses führen kann.

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