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Ludwig Beck: Christian Greiner geht zum 31. August

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 02:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Umsatzminus von 1,9 Prozent hält sich Ludwig Beck stabil. Das Delisting mit dem Mehrheitsaktionär wird konkret.

Ludwig Beck Aktie: Delisting rückt näher bei stabilen Zahlen
Minimalistisches Interieur eines luxuriösen Einzelhandelsgeschäfts mit eleganter Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ludwig Beck stemmt sich gegen die Flaute im Einzelhandel. Trotz sinkender Umsätze im ersten Halbjahr 2026 stabilisierte das Münchener Traditionshaus seine Ergebnisse. Parallel dazu stellt das Management die Weichen für einen Abschied vom Parkett.

Operative Stabilität im Gegenwind

Der Bruttoumsatz sank in den ersten sechs Monaten auf 37,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit hielt sich das Unternehmen stabiler als der Markt. Der stationäre Modehandel in Deutschland verlor im gleichen Zeitraum durchschnittlich vier Prozent.

Das kühle Wetter im ersten Quartal bremste den Verkauf von Sommermode erheblich. Hinzu kamen Baustellen und Verkehrseinschränkungen rund um den Marienplatz. Diese Faktoren erschwerten den Zugang zum Flagship-Store. Die Folge: eine geringere Kundenfrequenz.

Trotz der schwierigen Bedingungen verbesserten sich die operativen Kennzahlen leicht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf minus 0,8 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug dieser Wert noch minus 1,0 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Periodenergebnis von minus 2,6 Millionen Euro.

Rückzug von der Börse rückt näher

Abseits des Tagesgeschäfts steht das Unternehmen vor einem radikalen Umbruch. Die bereits angekündigte Delisting-Vereinbarung mit dem Mehrheitsaktionär Bayerische Gewerbebau AG wird konkret. In der Führungsetage folgt der nächste Einschnitt. Vorstandschef Christian Greiner verlässt das Haus zum 31. August 2026.

Die Aktie zeigt sich von den strukturellen Änderungen unbeeindruckt. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um rund 96 Prozent auf zuletzt 23,20 Euro. Die Marktkapitalisierung erreicht damit einen Wert von 85,7 Millionen Euro.

Für die zweite Jahreshälfte setzt die Geschäftsführung auf ein bewährtes Ereignis. Das im September beginnende Oktoberfest soll für den notwendigen Umsatzschub sorgen. Strategisch konzentriert sich Ludwig Beck künftig vollständig auf die Stärkung des kuratierten Sortiments am Münchener Stammsitz.

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