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Lucid Group Aktie: Bolt bringt 25.000 Robotaxis

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 14:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lucid und Bolt bereiten eine europäische Robotaxi-Flotte vor. Der Einsatz von 25.000 Fahrzeugen bleibt von Plattform und Zulassungen abhängig.

Lucid und Bolt planen 25.000 autonome Fahrzeuge für Europa
Futuristischer Innenraum eines autonomen Elektrofahrzeugs bei nächtlicher Fahrt durch eine Stadt. Illustration mit AI erstellt.

Lucid steigt ins europäische Robotaxi-Geschäft ein — und das gleich mit einer beachtlichen Stückzahl. Der kalifornische Elektroautobauer hat sich mit dem estnischen Mobilitätsanbieter Bolt zusammengetan, um autonome Mobilitätsdienste über den Kontinent auszurollen. Bolt will mindestens 25.000 vollautonome Fahrzeuge auf Basis von Lucids kommender Midsize-Plattform in mehreren europäischen Städten einsetzen.

Ein Baustein für Bolts große Flottenambition

Die geplante Stückzahl ist Teil eines deutlich größeren Ziels: Bolt strebt bis 2035 insgesamt 100.000 autonome Fahrzeuge auf seiner Plattform an. Für Lucid bedeutet die Partnerschaft einen Schritt weg vom reinen Verkauf an Privatkunden hin zu einem Flottengeschäft mit einem Betreiber, der in mehr als 50 Ländern und rund 850 Städten aktiv ist und nach eigenen Angaben über 200 Millionen Kunden bedient.

Technisch soll die gemeinsame Fahrzeugplattform auf SAE-Level-4-Autonomie ausgelegt sein — Fahrzeuge, die ohne menschliches Eingreifen in definierten Betriebsbereichen fahren können. Als Basis dient die NVIDIA-Hyperion-Architektur, eine produktionsreife Referenzplattform für autonomes Fahren.

Bolt wird über seine neue Einheit Bolt Autonomous Driving Solutions die Flotte besitzen und betreiben, während Lucid die Entwicklung über die frisch gegründete Sparte Lucid Technologies steuert, die künftig Künstliche Intelligenz, Fahrassistenzsysteme und Autonomie-Funktionen bündelt.

Warum das für Lucid mehr ist als eine Randnotiz

Für ein Unternehmen, das bislang vor allem für seine Luxuslimousinen und den SUV Gravity bekannt ist, öffnet die Kooperation ein neues Standbein. Skalierte Flottengeschäfte bringen planbarere Stückzahlen als das margenschwache Privatkundengeschäft mit Premium-Elektroautos — vorausgesetzt, die technische und regulatorische Umsetzung gelingt.

Beide Unternehmen kündigten an, mit europäischen Regulierungsbehörden und Technologiepartnern zusammenzuarbeiten, um die Einführung der Dienste rechtlich abzusichern.

Konkrete Zeitpläne für den Start der ersten Fahrzeuge nannten die Unternehmen nicht. Die Midsize-Plattform, auf der die Robotaxis basieren sollen, befindet sich noch in der Entwicklung. Ob und wann die ersten der 25.000 Fahrzeuge tatsächlich auf europäischen Straßen unterwegs sind, hängt damit maßgeblich vom Fortschritt dieser Plattform sowie von der regulatorischen Zulassung für Level-4-Betrieb in den jeweiligen Märkten ab.

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