LPKF, Laser

LPKF Laser Aktie: Vorstände kaufen eigene Aktien

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 05:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

LPKF senkte die Jahresziele wegen verzögerter Aufträge; zwei Analysehäuser bekräftigten ihre Kaufempfehlungen.

LPKF-Aktie steigt trotz gesenkter Prognose und Projektverzögerungen
Abstrakte Darstellung von Hochpräzisions-Lasertechnologie in einer modernen, professionellen Industrieumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Am Freitag verzeichnete die Aktie der LPKF Laser & Electronics SE einen Zuwachs von 4,0 Prozent und schloss bei 17,00 Euro. Für diesen Kursanstieg am letzten Handelstag lag kein spezifischer neuer Unternehmensauslöser vor. Der Anstieg folgt auf eine nachrichtenreiche Phase, in der das Technologieunternehmen seine operativen Zielmarken für das Gesamtjahr reduzieren musste.

Projektverschiebungen dämpfen die Jahresziele

Am Mittwoch passte das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach unten an. Das Management erwartet für das laufende Geschäftsjahr nun einen Konzernumsatz zwischen 93 und 100 Millionen Euro, nachdem zuvor noch Erlöse von 105 bis 120 Millionen Euro angestrebt worden waren.

Zugleich verschlechterte sich der Ausblick für die Profitabilität: Bei der bereinigten EBIT-Marge rechnet LPKF jetzt mit einer Spanne von -7,0 Prozent bis -2,5 Prozent gegenüber dem ursprünglich prognostizierten Korridor von -3,0 Prozent bis 4,5 Prozent. Als Ursachen für die Korrektur führte das Unternehmen Verzögerungen bei einem größeren Auftrag aus dem Solarbereich sowie später erwartete Bestellungen im Segment Advanced Packaging an.

Zukäufe im Vorstand und positive Analystenstimmen

Am Kapitalmarkt stieß die reduzierte Prognose jedoch nicht nur auf Skepsis. Am Donnerstag beließ Warburg Research die Einstufung für LPKF auf „Buy“ mit einem unveränderten Kursziel von 23,50 Euro.

Analyst Malte Schaumann bewertete laut dpa-AFX den vorangegangenen Kursrückgang nach der Zielsenkung als Einstiegschance. Auch Montega bestätigte eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 22,00 Euro und setzte die eigene Umsatzprognose für 2026 auf 98,0 Millionen Euro fest.

Flankiert wurde diese Einschätzung durch Zukäufe aus der Führungsetage. Am Mittwoch erwarben Vorstandsmitglieder eigene Unternehmensanteile. Dr. Klaus Fiedler kaufte 3.400 Aktien zu einem Preis von je 14,60 Euro, was einem Transaktionsvolumen von 49.640 Euro entspricht. Vorstandsmitglied Peter Mümmler erwarb am selben Tag 1.000 Papiere zu je 14,70 Euro für insgesamt 14.700 Euro.

Blick auf die Neunmonatszahlen

Trotz der jüngsten Zielkorrektur verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Kursplus von 204 Prozent. Mehr Klarheit über den aktuellen Geschäftsverlauf und die finanziellen Auswirkungen der Verzögerungen erwarten Marktteilnehmer am 29. Oktober. An diesem Tag legt das Unternehmen seinen Finanzbericht für die ersten neun Monate 2026 vor.

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