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LPKF Laser Aktie: UBS meldet Schwellenüberschreitung

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 02:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

LPKF senkt die Jahresziele wegen Projektverzögerungen; zwei Vorstände kaufen Aktien, Analysten halten an ihren Kaufempfehlungen fest.

LPKF Laser: UBS meldet Stimmrechtsschwelle nach gesenkter Prognose
Abstrakte Darstellung einer modernen Hochtechnologie-Laseranlage mit präzisen Lichtstrahlen und industriellem Design. Illustration mit AI erstellt.

Am Montag gab es Bewegung im Aktionariat von LPKF Laser & Electronics SE: Die UBS Group AG meldete eine Stimmrechtsmitteilung, nachdem am 1. Oktober eine Meldeschwelle erreicht oder überschritten worden war.

Die Meldung folgt auf eine Phase geschäftlicher Anpassungen, in der das Technologieunternehmen seine Jahresziele zurücknehmen musste. Zeitgleich traten Vorstände als Käufer eigener Aktien auf, während Analysten ihre Kaufempfehlungen aufrechterhielten.

Die Notwendigkeit einer Prognoseanpassung ergab sich aus Verzögerungen bei wichtigen Projekten. Ein größerer Auftrag aus dem Solarbereich verschob sich zeitlich nach hinten. Zudem erwartet das Unternehmen Bestellungen im Segment Advanced Packaging später als ursprünglich kalkuliert.

Infolgedessen passte LPKF am 30. September die Zielmarken an. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz zwischen 93 und 100 Millionen Euro, nachdem zuvor bis zu 120 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden waren.

Die Projektverschiebungen belasten auch das operative Ergebnis für das Gesamtjahr. Neben den verzögerten Abrufen im Solargeschäft dämpft der spätere Hochlauf im Bereich der Halbleiterverpackung die kurzfristige Ertragskraft der Gesellschaft.

Bei der bereinigten EBIT-Marge kalkuliert das Management für das laufende Jahr nun mit -7,0 Prozent bis -2,5 Prozent. Zuvor war am oberen Ende noch eine positive Spanne von bis zu 4,5 Prozent anvisiert worden.

Absichtserklärung und Zukäufe aus der Führungsebene

Strategisch setzt das Unternehmen weiterhin auf die Nachfrage nach Glassubstraten in der Halbleiterindustrie. Vor gut einer Woche vereinbarte LPKF mit einem führenden asiatischen Hersteller im Bereich Advanced Semiconductor Packaging eine Kaufabsichtserklärung für NEXAR-LIDE-Systeme, die für den Produktionshochlauf vorgesehen sind.

Rückendeckung signalisierten unterdessen Mitglieder des Führungsgremiums. Vorstand Dr. Klaus Fiedler kaufte am 30. September Aktien im Gesamtwert von 49.640,00 Euro. Vorstand Peter Mümmler erwarb am selben Tag Anteile im Wert von 14.700,00 Euro.

Solche Zukäufe aus dem Führungskreis werden am Kapitalmarkt häufig als Indiz dafür gewertet, dass interne Entscheidungsträger die geschäftlichen Perspektiven zuversichtlicher einschätzen als die jüngste Marktreaktion vermuten lässt.

Analystenstimmen und Ausblick auf das dritte Quartal

Auch von Analystenseite gab es Zuspruch nach den jüngsten Ankündigungen. Medienberichten zufolge beließ Warburg Research die Einstufung für LPKF am 1. Oktober auf „Buy“ mit einem Kursziel von 23,50 Euro und begründete dies mit der vorangegangenen Kursschwäche.

Die Montega AG bestätigte am selben Tag ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 22,00 Euro, passte aber die eigene Umsatzschätzung für 2026 auf 98,0 Millionen Euro an. Gestern schloss das Papier im Handel bei 16,25 Euro.

Neue Erkenntnisse über den tatsächlichen Geschäftsverlauf im abgelaufenen Jahresviertel erwarten Marktteilnehmer Ende des Monats. LPKF hat die Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts für das dritte Quartal 2026 für den 29. Oktober angekündigt.

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