LPKF, Laser

LPKF Laser Aktie: Senkt Jahresziele nach Projektverzögerungen

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Weniger Umsatz und eine negative EBIT-Marge prägen LPKFs neue Jahresziele; verschobene Solarerlöse belasten die Planung.

LPKF senkt Jahresprognose 2026 nach Projektverzögerungen deutlich
Abstrakte Darstellung von Industrietechnik und Präzisionsfertigung in einem professionellen, kühl beleuchteten Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Eine deutliche Korrektur der Jahresziele hat die Aktie von LPKF Laser & Electronics am gestrigen Handelstag belastet: Das Papier gab um 4,1 Prozent nach und ging bei 15,15 Euro aus dem Xetra-Handel. Grund für den Rücksetzer ist eine spürbare Senkung der Umsatz- und Ertragserwartungen für das Gesamtjahr 2026, die das Technologieunternehmen gestern bekannt gab. Verzögerungen bei wichtigen Projekten zwingen den Vorstand zu diesem Schritt.

Operative Verluste im Gesamtjahr erwartet

Das Management rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nun mit einem Konzernumsatz zwischen 93 und 100 Millionen Euro. Zuvor hatte die Zielspanne noch bei 105 bis 120 Millionen Euro gelegen.

Noch deutlicher fällt die Anpassung beim operativen Ergebnis aus: Die bereinigte EBIT-Marge wird nun im negativen Bereich zwischen -7,0 Prozent und -2,5 Prozent gesehen. Ursprünglich war das Unternehmen von einem Korridor zwischen -3,0 Prozent und 4,5 Prozent ausgegangen.

Laut Reuters rechnet LPKF infolge dieser Revision für das laufende Jahr mit operativen roten Zahlen. Als wesentliche Ursache nannte das Unternehmen die zeitliche Verschiebung eines größeren Solarauftrags. Dessen Erlöse werden im laufenden Jahr nicht mehr umsatzwirksam werden. Zudem treffen Bestellungen im zukunftsträchtigen Geschäft mit Advanced Semiconductor Packaging erst zu einem späteren Zeitpunkt ein als ursprünglich einkalkuliert.

Hoffnungen ruhen auf dem Halbleiterbereich

Trotz der kurzfristigen Dämpfer verzeichnete LPKF im Halbleiterbereich zuletzt prinzipielle Fortschritte. In der Vorwoche vereinbarte der Konzern eine Kaufabsichtserklärung mit einem führenden asiatischen Halbleiterhersteller für NEXAR-LIDE-Glasbearbeitungssysteme. Diese umfasst ein Volumen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich, wobei die verbindliche Bestellung kurzfristig in Aussicht gestellt wurde.

Die jüngste Prognoseanpassung verdeutlicht jedoch, dass diese Nachfrage die diesjährigen Verzögerungen im Solarsektor nicht vollständig kompensieren kann.

Anleger blicken nun auf die detaillierten Geschäftszahlen, um das Ausmaß der Belastungen genauer zu bewerten. Medienberichten zufolge steht die Veröffentlichung des Quartalsberichts zum dritten Quartal 2026 am 29. Oktober auf der Agenda.

Diese Zwischenbilanz dürfte Aufschluss darüber geben, wie weit die Verschiebung der Kundenprojekte das Schlussquartal prägen wird. Trotz des jüngsten Kursrückschlags notiert das Papier mit einem Abstand von 13 Prozent weiterhin über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

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