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LPKF Laser Aktie: Kunde qualifiziert LIDE-Verfahren

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 15:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

LPKF meldet eine Kaufabsicht im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich; Bestellung, Finanzierung und Umsatzwirkung sind noch offen.

LPKF: Asiatischer Kunde plant Kauf von LIDE-Glassystemen
Präzisions-Laserbearbeitung in einer modernen Industrieumgebung Illustration mit AI erstellt.

Ein führender asiatischer Hersteller aus dem Bereich Advanced Packaging hat eine Absichtserklärung über den Kauf von NEXAR-LIDE-Glasbearbeitungssystemen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich abgegeben. Eine verbindliche Bestellung wird kurzfristig erwartet. Für LPKF Laser & Electronics markiert die Vereinbarung einen operativen Meilenstein bei der Kommerzialisierung seiner Dünnglas-Technologie.

Qualifizierung ebnet Weg zum Produktionshochlauf

Der asiatische Kunde betreibt bereits Systeme des Spezialmaschinenbauers und hat das LIDE-Verfahren (Laser Induced Deep Etching) vollständig qualifiziert. Vorgesehen ist der Einsatz für den Produktionshochlauf der ersten Fertigungsanlage für Glassubstrate. Das Verfahren ermöglicht das präzise Einbringen mikroskopischer Strukturen in Glas ohne Mikrorisse, was für moderne Halbleitergehäuse zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Das Management beziffert den adressierbaren Gesamtmarkt für Glasbearbeitungslösungen bis zum Jahr 2030 auf rund 1,7 Milliarden Euro. LPKF strebt in diesem neuen Segment bis dahin einen Marktanteil von 70 Prozent an. Langfristig soll der Bereich Advanced Packaging als wesentlicher Wachstumstreiber fungieren und bis 2028 zu einer nachhaltig zweistelligen operativen Marge beitragen.

Finanzierungsbedarf für globale Expansion

Gleichzeitig prüft das Unternehmen Optionen zur Stärkung der weltweiten Präsenz sowie zum Ausbau der operativen Kapazitäten. In Abhängigkeit von der künftigen Geschäftsentwicklung und dem allgemeinen Marktumfeld evaluiert der Vorstand verschiedene Finanzierungsalternativen. Dazu zählt ausdrücklich auch eine mögliche Kapitalerhöhung, um die anstehenden Investitionen für den Kapazitätsausbau abzusichern.

Die finanzielle Ausgangslage des ersten Halbjahres 2026 unterstreicht die Notwendigkeit einer Belebung im zweiten Halbjahr. Nach sechs Monaten stand bei einem Umsatzrückgang um 38 Prozent auf 36,5 Millionen Euro ein negatives bereinigtes Betriebsergebnis.

Die Jahresprognose für 2026 wurde im Juli dennoch bestätigt: Das Unternehmen peilt Erlöse zwischen 105 und 120 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge im Bereich von minus 3,0 bis plus 4,5 Prozent an.

Kursentwicklung und Analystenstimmen

Am Aktienmarkt spiegeln sich die Hoffnungen auf eine Trendwende im operativen Geschäft deutlich wider. Die Aktie notiert aktuell bei 14,55 Euro, womit das Papier seit Jahresanfang ein Plus von 160 Prozent aufweist.

Analystenseitig stieß die fundamentale Lage zuletzt auf verhaltenen Optimismus. Ob die jüngste Kundenvereinbarung zügig in fest verbuchte Umsätze übergeht, wird für die Erreichung der Jahresziele im zweiten Halbjahr maßgeblich sein.

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