LPKF Laser Aktie: 9,3 Prozent Minus auf 11,65 Euro
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 15:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von LPKF Laser gerät zu Wochenbeginn erneut unter Verkaufsdruck und verliert heute 9,3 Prozent auf 11,65 Euro. Damit setzt sich die Abwärtsbewegung der vergangenen Wochen beschleunigt fort. Vom 52-Wochen-Hoch bei 30,20 Euro trennt das Papier mittlerweile ein Abstand von 61 Prozent. Medienberichten zufolge hatte der Kurs bereits am Donnerstag seine 200-Tage-Linie nach unten durchbrochen.
Die Zurückhaltung der Investoren trifft auf ein operatives Übergangsjahr. Zurückhaltende Kundenbudgets und geopolitische Unwägbarkeiten lasten auf den Investitionsentscheidungen der Abnehmerindustrien und bremsen die Nachfrage nach den Lasersystemen des Unternehmens.
Belastungsfaktor Solar und negatives Halbjahresergebnis
Im ersten Halbjahr ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 38,3 Prozent auf 36,5 Millionen Euro zurück. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte mit minus 10,4 Millionen Euro deutlich in den negativen Bereich.
Hauptverantwortlich für diese Entwicklung war die Schwäche im Solarsegment. Dort führte der Technologiewechsel hin zu Perowskiten zu einem Umsatzausfall von 20 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten. Als einziger operativer Wachstumstreiber erwies sich das Segment Electronics, während der gesamte Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahres verharrte.
Restrukturierung und Fokus auf Halbleitermarkt
Als Reaktion auf die Ertragslage forciert der Vorstand das Transformationsprogramm North Star. Im Zuge der ersten Welle verringerte sich die Belegschaft von zuvor 664 auf 443 Mitarbeiter. Parallel dazu wird das Segment Welding restrukturiert, was die Verlagerung der Produktion vom Standort Fürth nach Suhl beinhaltet.
Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit Restrukturierungskosten im Umfang von 3 bis 4 Prozent des Umsatzes. Strategische Hoffnungen ruhen derweil auf der LIDE-Technologie für den Halbleiterbereich. Das Portfolio soll künftig um Lösungen für Singulation und Co-Packaged Optics erweitert werden, wobei das Unternehmen für einen Hochlauf ab 2027 derzeit mehrere Kundenverhandlungen führt.
Jahresprognose bleibt anspruchsvoll
Trotz des schwachen Halbjahres hält das Management an seiner Jahresprognose fest. Angestrebt wird für 2026 ein Umsatz in einer Spanne von 105 bis 120 Millionen Euro. Die bereinigte operative Marge soll zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent liegen, bevor bis 2028 wieder eine zweistellige Marge erreicht werden soll.
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