Lowe's Cos Aktie: Ausblick gekappt
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 12:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Lowe's hat im zweiten Quartal solide verdient — und trotzdem die Jahresprognose zurückgeschraubt. Der Grund: Heimwerker halten sich mit großen Renovierungsprojekten zurück. Die Aktie gab im vorbörslichen US-Handel um mehr als zwei Prozent nach.
Der Umsatz stieg im Quartal zum 31. Juli um 8,3 Prozent auf 25,96 Milliarden Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte auf 4,40 Dollar. Beide Werte lagen über den Erwartungen. Der Vergleichsumsatz wuchs nur leicht um 0,2 Prozent — angetrieben von starkem Geschäft mit Profikunden und einem Plus von 15,7 Prozent im Onlinehandel. Das klassische DIY-Geschäft, also Projekte von Privatkunden in Eigenregie, bremste dagegen.
Fünftes Quartal in Folge mit Wachstum
CEO Marvin Ellison sprach von einem "dynamischen" Umfeld, das durch anhaltenden Druck bei den freiwilligen Ausgaben der Heimwerker geprägt sei. Höhere Zinsen und gestiegene Immobilienpreise lassen viele Hausbesitzer zögern, größere Umbauten auf Kredit zu finanzieren. Immerhin: Es ist bereits das fünfte Quartal in Folge mit positiven Vergleichsumsätzen, getragen von Profi-, Online- und Servicegeschäft.
Für das Gesamtjahr rechnet Lowe's nun mit einem Umsatz von 92 Milliarden Dollar — zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne bis 94 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Beim Vergleichsumsatz erwartet der Konzern nun einen flachen Verlauf statt eines Wachstums von bis zu zwei Prozent. Die operative Marge soll bei 11,2 Prozent liegen, zuvor war eine Spanne bis 11,4 Prozent im Gespräch.
In der Prognose stecken bereits Steuerrückerstattungen aus dem laufenden Quartal im Zusammenhang mit Zöllen. Mögliche weitere Erstattungen in der zweiten Jahreshälfte sind darin nicht eingerechnet. Zum Ergebnis trugen zudem einmalige Kosten von 96 Millionen Dollar im Zusammenhang mit den Übernahmen von Foundation Building Materials und Artisan Design Group bei — ohne diesen Effekt wäre das bereinigte Ergebnis je Aktie um 1,6 Prozent gestiegen.
Der Baumarktkonzern betreibt aktuell 1.761 Filialen und zahlte im Quartal 673 Millionen Dollar an Dividenden aus. Die gesenkte Jahresprognose zeigt, wie stark das Geschäft mit privaten Renovierungsprojekten weiterhin unter dem Zinsumfeld leidet — während das professionelle Segment die Lücke bislang nur teilweise schließt.
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