Longmen-Grotten in Luoyang: Chinas steinernes Bilderbuch des Buddhismus
17.05.2026 - 21:45:17 | ad-hoc-news.de
Wer sich den Longmen-Grotten nähert, hört zuerst das Rauschen des Yi-Flusses, bevor sich im Fels plötzlich Tausende Buddha-Figuren zeigen – wie ein steinernes Bilderbuch, Seite an Seite in den Hang gemeißelt. Die Longmen Shiku (wörtlich etwa „Drachen-Tor-Grotten“) bei Luoyang in Zentralchina gehören zu den eindrucksvollsten buddhistischen Felsentempeln Asiens und ziehen seit Jahrhunderten Pilger, Herrscher und heute auch Kulturreisende aus aller Welt an.
Longmen-Grotten: Das ikonische Wahrzeichen von Luoyang
Die Longmen-Grotten liegen rund 12 km südlich der Stadt Luoyang in der Provinz Henan in Zentralchina. Links und rechts des schmalen Yi-Flusses haben Mönche, Künstler und Handwerker über mehrere Jahrhunderte hinweg mehr als 1.000 Höhlen und Nischen in den Kalkstein geschlagen. Darin stehen zahllose Buddha-Figuren, Bodhisattvas, Wächter und Reliefs, die in ihrer Fülle und Detailgenauigkeit einzigartig sind. Die UNESCO beschreibt die Longmen-Grotten als einen der wichtigsten Belege für die Blütezeit der buddhistischen Kunst während der chinesischen Geschichte der Nördlichen Wei- und Tang-Dynastie.
Für Besucher aus Deutschland wirkt der Ort zunächst überwältigend: Anders als bei einem Tempel mit einem klaren Zentrum verteilt sich die spirituelle und künstlerische Konzentration auf Hunderte einzelner Höhlenfronten. Die Hangfassaden sind gerade in den großen Sektoren wie dem berühmten Fengxian-Tempel dicht übersät mit Figuren – manche nur wenige Zentimeter groß, andere über 17 m hoch. Die Kombination aus religiöser Umgebung, Landschaft und Kunst macht die Longmen-Grotten zu einem Sinnbild chinesischer Hochkultur, vergleichbar mit der Bedeutung des Kölner Doms für das Christentum im deutschsprachigen Raum.
Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua und das UNESCO-Welterbe-Zentrum betonen, dass Longmen zu den am dichtesten „bebilderten“ Felsentempeln der Welt gehört. Für Kulturinteressierte, die bereits Orte wie die Mogao-Grotten bei Dunhuang oder die buddhistischen Höhlen von Ajanta kennen, bietet Longmen eine eigenständige, stärker höfisch geprägte Variante dieser Kunstform – und das in unmittelbarer Nähe zu einer modernen Großstadt.
Geschichte und Bedeutung von Longmen Shiku
Die Geschichte der Longmen Shiku beginnt im 5. Jahrhundert n. Chr., als die Nördliche Wei-Dynastie ihre Hauptstadt nach Luoyang verlegte. Laut Angaben der UNESCO und der chinesischen Denkmalbehörden wurden die ersten Grotten kurz nach dieser Verlegung begonnen, also in einer Zeit, in der der Buddhismus in China an Einfluss gewann und kaiserliche Unterstützung erhielt. Die Nördlichen Wei waren eine nicht-han-chinesische Dynastie, die starkes Interesse daran hatte, ihre Herrschaft durch religiöse Stiftungen zu legitimieren – ein Grund, warum die frühen Longmen-Grotten so reich ausgestattet wurden.
Die wichtigste Ausbauphase erlebten die Longmen-Grotten unter der Tang-Dynastie (618–907). Gerade im 7. Jahrhundert, als Luoyang zeitweise als Nebenhauptstadt fungierte, förderten Kaiser, Kaiserinnen und hochrangige Adelige groß angelegte Felstempel. Die Staatliche Verwaltung für Kulturerbe in China und die Deutsche Welle verweisen in ihren Hintergrundberichten auf die Rolle der Kaiserin Wu Zetian, einer der wenigen Frauen an der Spitze des chinesischen Kaiserreichs. Unter ihrer Mitwirkung entstand unter anderem der monumentale Fengxian-Tempel mit seiner zentralen Buddha-Figur.
Die Bautätigkeit in Longmen zog sich über mehrere Jahrhunderte hin – Schätzungen verschiedener Fachinstitutionen wie ICOMOS und der China Academy of Cultural Heritage gehen davon aus, dass die aktivste Phase etwa vom Ende des 5. Jahrhunderts bis ins 8. Jahrhundert dauerte. In dieser Zeit veränderte sich nicht nur der Stil der Skulpturen, sondern auch die religiöse Praxis: vom eher asketischen, formstrengen Stil der Nördlichen Wei hin zur weicheren, sinnlicher wirkenden Tang-Ästhetik, die heute viele Besucher besonders fasziniert.
Die UNESCO nahm die Longmen-Grotten im Jahr 2000 in die Liste des Welterbes auf. Im offiziellen Eintrag wird hervorgehoben, dass der Ort einen „außergewöhnlichen universellen Wert“ besitzt, weil hier in einmaliger Dichte die Entwicklung der buddhistischen Steinmetzkunst, die Verbindung von religiöser und kaiserlicher Macht sowie die Verbreitung des Buddhismus entlang der historischen Seidenstraßen ablesbar sind. Im Vergleich zur Gründung des Deutschen Reiches 1871 sind die Anfänge der Longmen-Grotten also mehr als 1.300 Jahre älter, was ihre historische Tiefe verdeutlicht.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden viele Skulpturen und Reliefs aus den Grotten entfernt und gelangten in westliche Museen, darunter Institutionen in Europa und Nordamerika. Fachbeiträge in seriösen Kunstzeitschriften und Stellungnahmen von ICOMOS China thematisieren diesen Verlust und die damit verbundene Debatte um den Schutz von Kulturerbe. Heute ist die Ausfuhr von Kunstwerken aus dem Longmen-Gebiet streng verboten, und China investiert deutlich mehr in Sicherheit, Restaurierung und Forschung.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch handelt es sich bei den Longmen-Grotten um einen ausgedehnten, rund 1 km langen Abschnitt beider Flussufer, der von Nord nach Süd mit Höhlen durchsetzt ist. Offizielle Pläne der Verwaltung der Longmen-Grotten und Beschreibungen in Publikationen wie „National Geographic Deutschland“ nennen mehrere Tausend Nischen, Grotten und Ausbuchtungen, in denen insgesamt Zehntausende buddhistische Figuren in allerlei Größen stehen. Exakte Zahlen variieren je nach Zählmethode, doch die Fülle ist unbestritten und wird von verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen bestätigt.
Zu den bedeutendsten Einzelstätten innerhalb des Komplexes gehört der bereits erwähnte Fengxian-Tempel. Hier dominiert eine große sitzende Buddhafigur – oft mit dem Buddha Vairocana in Verbindung gebracht –, flankiert von Bodhisattvas, himmlischen Königen und Wächtern. Fachartikel von Kunsthistorikern, die von der UNESCO zitiert werden, loben insbesondere die ausgewogene Proportion und die ruhig-lächelnde Ausstrahlung dieser Figur, die als Höhepunkt der Tang-Skulpturengestaltung gilt. Der Kontrast zwischen dem sanften Gesicht der Buddhafigur und den kraftvoll-dynamischen Wächterfiguren daneben vermittelt eindrucksvoll unterschiedliche Aspekte buddhistischer Ikonografie: Mitgefühl und Schutz.
Auch kleinere Grotten sind kunsthistorisch bedeutsam. Reliefs zeigen etwa Darstellungen von Spendern, höfischen Szenen, Tänzern, Musikern und abstrakten Ornamenten. Diese geben Einblicke in Kleidung, Instrumente und Alltagsleben der Tang-Zeit, was Longmen auch für Historiker interessant macht. Der deutsche Kunstdienst und verschiedene sinologische Publikationen weisen darauf hin, dass Longmen zu den wichtigsten Bildquellen für die Rekonstruktion der Tang-Hofkultur gehört.
Die Gesteinskombination – vor allem relativ weicher Kalkstein – ermöglichte zwar die feine Ausarbeitung der Figuren, macht sie aber zugleich anfällig für Erosion, Bewitterung und menschliche Eingriffe. Deshalb spielt der konservatorische Aspekt eine große Rolle. Das UNESCO-Welterbezentrum und die chinesische Behörde für kulturelles Erbe verweisen auf kontinuierliche Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen: dazu zählen Stabilisierungen der Felswände, Schutzdächer an besonders gefährdeten Stellen und seit einigen Jahren auch digitale Dokumentation.
Eine Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom 17. Mai 2026 hebt die Rolle der Longmen Grottoes Academy hervor, einer wissenschaftlichen Einrichtung vor Ort. Demnach arbeitet dort ein überwiegend junges Team daran, die Grotten mit Laserscans und hochauflösender Fotografie zu dokumentieren und digitale Archive der bis zu 1.500 Jahre alten Steinmetzarbeiten anzulegen. Die Academy leitet laut Xinhua zahlreiche national bedeutsame Restaurierungsprojekte, unter anderem im Zusammenhang mit der Seidenstraße und dem Kaiserkanal. Die Auszeichnung dieses Teams mit einer renommierten chinesischen Jugendmedaille unterstreicht, wie stark sich China aktuell um den Schutz seiner Welterbestätten bemüht.
Dieses Zusammenspiel aus alter Steinarchitektur und moderner Technik hat für viele Besucher eine ganz eigene Faszination: Man schreitet durch jahrhundertealte Felsheiligtümer, während unsichtbar im Hintergrund 3D-Scanner und Sensoren arbeiten, um den Bestand für kommende Generationen zu bewahren. Für Reisende, die sich für Digitalisierung im Kulturerbe interessieren, lässt sich in Longmen anschaulich beobachten, wie traditionelle Restaurierung und Hightech zusammenfinden.
Longmen-Grotten besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise aus Deutschland
Die Longmen-Grotten liegen südlich von Luoyang in der Provinz Henan, etwa in der Mitte zwischen Peking und Xi’an. Von Deutschland aus erfolgt die Anreise meist über größere internationale Drehkreuze in China, etwa Peking, Shanghai oder Guangzhou. Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es regelmäßig Langstreckenflüge zu diesen Metropolen; die reine Flugzeit liegt in der Regel im Bereich von 9 bis 11 Stunden, je nach Verbindung.
Von Peking oder Shanghai aus geht es mit dem Hochgeschwindigkeitszug weiter nach Luoyang. Der Bahnhof „Luoyang Longmen“ ist an das chinesische Schnellbahnnetz angebunden; von dort aus fahren Busse und Taxis in Richtung Grotten. Offizielle Tourismusinformationen der Provinz Henan und der Stadt Luoyang empfehlen Reisenden, vorab die aktuellen Zugverbindungen zu prüfen, da Fahrpläne variieren können.
Innerhalb Chinas werden auch Inlandsflüge in nahegelegene Städte wie Zhengzhou genutzt, von wo aus Hochgeschwindigkeitszüge oder Busse nach Luoyang weiterfahren. Eine durchgehende Anreise per Bahn von Deutschland nach China ist logistisch komplex und nur im Rahmen individueller Transsibirien- oder Transasia-Routen relevant; für die meisten Reisenden aus dem deutschsprachigen Raum ist der Flug die praktischere Option. - Öffnungszeiten
Die genauen Öffnungszeiten der Longmen-Grotten können saisonal angepasst werden. Seriöse Reiseanbieter und Informationsseiten verweisen darauf, dass in den wärmeren Monaten meist früh am Morgen geöffnet wird und der Zugang bis in den späteren Nachmittag möglich ist, während in den Wintermonaten kürzere Zeiten gelten. Da die offiziellen Angaben geändert werden können, sollten Besucher die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt auf der offiziellen Website der Longmen-Grotten oder bei der lokalen Tourismusbehörde von Luoyang prüfen. Ein Hinweis vieler Expertinnen und Experten: Frühmorgens oder am späten Nachmittag ist das Licht für Fotografie besonders schön, und die Temperaturen sind angenehmer. - Eintrittspreise
Eintrittspreise können sich ändern und unterscheiden sich teilweise nach Saison oder Sonderausstellungen. Verlässliche Zahlen werden von offiziellen Stellen veröffentlicht, doch Reisende sollten sich nicht auf ältere Angaben verlassen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass für den Zugang zum Grottenareal ein Ticket nötig ist, das im lokalen Kontext im mittleren Preissegment liegt. Der umgerechnete Betrag bewegt sich erfahrungsgemäß im Bereich mehrerer Euro pro Person. Da Wechselkurse zwischen Euro (€) und Renminbi (CNY) schwanken und sich Preisanpassungen ergeben können, empfiehlt es sich, die aktuellen Eintrittspreise kurz vor der Reise über die offizielle Website oder seriöse Reiseinformationen zu prüfen. - Beste Reisezeit
Henan liegt in einem kontinental geprägten Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Frühling (ungefähr April bis Mai) und Herbst (ungefähr September bis Oktober) gelten als besonders geeignete Reisezeiten. In diesen Monaten sind die Temperaturen moderat, die Sicht ist häufig klarer, und die Vegetation entlang des Yi-Flusses sorgt für stimmungsvolle Kontraste zur Felslandschaft.
Im Juli und August kann es sehr heiß werden, während im Winter eisige Temperaturen und gelegentlich Schnee möglich sind. Viele Reiseführer raten dazu, Stoßzeiten an chinesischen Feiertagen – insbesondere rund um das Chinesische Neujahrsfest und die sogenannte „Goldene Woche“ im Oktober – zu meiden, da dann besonders viele inländische Besucher unterwegs sind. - Zeitzone und Reisedauer
Luoyang liegt wie ganz China in der Zeitzone China Standard Time (CST), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) im Winter um +7 Stunden und der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) um +6 Stunden voraus ist. Wer etwa morgens um 9:00 Uhr in Deutschland aufbricht, muss bei der Planung von Ankunftszeit und Jetlag berücksichtigen, dass es in China bereits später am Tag ist. Für die gesamte Anreise – inklusive Umsteigen und Transfers – sollten mindestens ein bis zwei Reisetage eingeplant werden. - Sprache vor Ort
Amtssprache ist Hochchinesisch (Mandarin). In großen Städten, in Hotels jüngerer Kategorie und bei manchen Reiseleitern sind Englischkenntnisse zwar verbreitet, im direkten Umfeld der Longmen-Grotten sollte jedoch nicht selbstverständlich mit Englisch gerechnet werden. Für Reisende aus Deutschland kann eine organisierte Führung mit englischsprachiger Begleitung sinnvoll sein, insbesondere um die Ikonografie und Geschichte besser zu verstehen. Auch Übersetzungs-Apps und vorbereitete Vokabellisten helfen im Alltag weiter. Deutsch wird vor Ort nur in Ausnahmefällen gesprochen. - Zahlung, Währung und Trinkgeld
Die Landeswährung ist der Renminbi (CNY), oft auch Yuan genannt. In den Städten sind Kartenzahlungen mit international anerkannten Kreditkarten (z. B. Visa, Mastercard) verbreitet, in kleineren Geschäften oder bei lokalen Verkäufern in der Umgebung von Sehenswürdigkeiten spielt Bargeld weiterhin eine Rolle. In China ist zudem die Nutzung mobiler Bezahldienste über Apps sehr verbreitet; diese sind für ausländische Reisende nur bedingt nutzbar, da oft lokale Bankkonten nötig sind.
Trinkgeld ist in China traditionell weniger üblich als in Europa. In einfachen Restaurants wird in der Regel kein Trinkgeld erwartet. Bei geführten Touren oder von Reiseveranstaltern organisierten Ausflügen ist ein moderates Trinkgeld für Reiseleitung und Fahrer jedoch inzwischen durchaus bekannt und wird manchmal auch empfohlen. Die Beträge sollten im Rahmen des lokalen Preisniveaus liegen und können sich nach Zufriedenheit richten. - Kleiderordnung und Verhalten
Obwohl die Longmen-Grotten heute vor allem touristisch besucht werden, sind sie zugleich ein Ort religiöser Bedeutung. Respektvolle Kleidung – Schultern und Knie sollten möglichst bedeckt sein – ist angebracht, vor allem, wenn man sich in stilleren Bereichen aufhält oder betende Besucher trifft. Laut offiziellen Hinweisen der Verwaltung ist das Berühren der Skulpturen untersagt; auch sollte auf Klettern, Anlehnen oder das Betreten gesperrter Bereiche verzichtet werden, um die empfindlichen Felsoberflächen zu schützen. Müll gehört in die vorgesehenen Behälter; Rauchen ist in vielen Zonen verboten. - Fotografieren
Das Fotografieren im Freien ist in der Regel erlaubt, viele Besucher halten die Grotten mit Smartphones und Kameras fest. Bei besonders empfindlichen Bereichen oder in Räumen mit zusätzlichen Ausstellungen können Einschränkungen gelten, etwa Blitzverbot oder ein komplettes Fotoverbot. Die Verwaltung der Longmen-Grotten bittet Besucher, entsprechende Schilder zu beachten. Wer Fotos kommerziell nutzen möchte, sollte im Vorfeld eine Erlaubnis einholen. - Gesundheit und Sicherheit
Für Reisende aus Deutschland ist insbesondere bei Fernreisen eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll, da die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) außerhalb Europas nicht gilt. Die klimatischen Bedingungen in Henan können je nach Jahreszeit sehr heiß oder kalt sein; ausreichend Wasser, Sonnenschutz und angepasstes Schuhwerk sind wichtig, da der Besuch der Grotten mit Treppen und teils unebenen Wegen verbunden ist. Die Sicherheitslage in touristischen Gebieten wie Longmen wird von internationalen Berichten im Allgemeinen als stabil beschrieben, dennoch gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Wertsachen nah am Körper tragen und sich bei größeren Menschenansammlungen aufmerksam bewegen. - Einreisebestimmungen
China ist kein Mitglied des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen – insbesondere zu Visumspflicht, Gesundheitsauflagen und Einreiseformularen – beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Die Bestimmungen können sich ändern; eine frühzeitige Information vor Reiseantritt ist daher unerlässlich.
Warum Longmen Shiku auf jede Luoyang-Reise gehört
Für viele Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ist China zunächst mit Metropolen wie Peking, Shanghai oder Hongkong verbunden. Luoyang mit den Longmen-Grotten bietet dagegen einen Blick auf ein anderes China: weniger auf die Skyline und mehr auf historische Wurzeln, religiöse Tradition und kaiserliche Vergangenheit. Wer die Longmen Shiku besucht, erlebt auf engem Raum die Schnittstelle dreier Ebenen – Landschaft, Religion und Staat.
Die Atmosphäre entlang des Yi-Flusses ist dabei ein wesentlicher Teil des Erlebnisses. Man geht über Brücken von einem Ufer zum anderen, blickt von Aussichtsplattformen auf die Felswände und sieht, wie sich Licht und Schatten im Laufe des Tages ändern. Besonders in den Morgen- und Abendstunden taucht die tiefstehende Sonne die Figuren in warmes Licht, das ihre Gesichtszüge plastischer erscheinen lässt. Viele Besucher berichten, dass gerade dieser Moment – wenn die kolossale Buddhafigur des Fengxian-Tempels langsam aus dem Halbdunkel der Felswand tritt – zu den eindrucksvollsten Reiseerinnerungen gehört.
Für ein umfassendes Luoyang-Erlebnis lässt sich der Besuch der Longmen-Grotten gut mit anderen Sehenswürdigkeiten kombinieren. Kulturinstitutionen wie die Deutsche Welle und Reiseführer aus deutschen Verlagen verweisen häufig auf das nahe gelegene Shaolin-Kloster in den Song-Bergen, das als Wiege des Chan-Buddhismus (dem Vorläufer des Zen) und für seine Kampfkunsttradition bekannt ist. Auch innerhalb Luoyangs selbst geben Tempel, Museen und die Altstadt Einblicke in die Rolle der Stadt als eine der alten Hauptstädte Chinas.
Die Longmen-Grotten sind zudem ein idealer Ort, um Unterschiede innerhalb der buddhistischen Kunst kennenzulernen. Wer etwa die buddhistischen Kunstschätze im Berliner Museum für Asiatische Kunst oder im Museum Rietberg in Zürich kennt, kann vor Ort vergleichen, wie sich Stil, Mimik und Proportionen zwischen verschiedenen Epochen und Regionen verändern. Fachautoren in Publikationen wie „GEO Epoche“ und „Merian“ betonen, dass Longmen für das Verständnis der chinesischen Kunstgeschichte ähnlich bedeutsam ist wie die Kathedralen Frankreichs für die europäische Gotik.
Reisende, die Wert auf individuelle Entdeckungen legen, können sich abseits der großen Besucherströme auch kleinere, weniger bekannte Grotten anschauen. Zwar sind einige Abschnitte zum Schutz gesperrt, doch es gibt zahlreiche Nischen, in denen sich im Detail die Feinheit der Steinmetzarbeit studieren lässt – von filigranen Faltenwürfen der Gewänder bis zu zarten Haarlocken der Figuren. Mit Geduld und ein wenig Vorbereitung lässt sich so auch ohne vertiefte Vorkenntnisse ein eigener Zugang zur Symbolik des Buddhismus entwickeln.
Longmen-Grotten in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Die Longmen-Grotten sind längst auch ein Motiv der digitalen Reiseberichterstattung geworden: Auf Videoplattformen, Fotodiensten und sozialen Netzwerken finden sich zahllose Eindrücke, Zeitrafferaufnahmen und persönliche Kommentare – eine gute Ergänzung zur Vorbereitung, aber kein Ersatz für den eigenen Besuch.
Longmen-Grotten — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Longmen-Grotten
Wo genau liegen die Longmen-Grotten?
Die Longmen-Grotten befinden sich etwa 12 km südlich des Stadtzentrums von Luoyang in der Provinz Henan in Zentralchina. Sie liegen beidseits des Yi-Flusses und sind von Luoyang aus per Bus, Taxi oder im Rahmen organisierter Touren erreichbar.
Wie alt sind die Longmen-Grotten?
Die ersten Grotten entstanden im späten 5. Jahrhundert n. Chr. während der Nördlichen Wei-Dynastie. Die intensivste Ausbauphase erstreckte sich bis in die Tang-Dynastie hinein, also etwa bis ins 8. Jahrhundert. Viele der heute sichtbaren Hauptwerke sind damit deutlich über 1.200 Jahre alt.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?
Für einen ersten, entspannten Rundgang durch die wichtigsten Bereiche der Longmen-Grotten sollten mindestens drei bis vier Stunden eingeplant werden. Wer sich auch kleinere Grotten ansehen, fotografieren und eventuell eine Führung nutzen möchte, kann problemlos einen halben oder sogar einen ganzen Tag dort verbringen.
Was macht Longmen im Vergleich zu anderen buddhistischen Stätten besonders?
Die Longmen-Grotten zeichnen sich durch ihre enorme Dichte an Skulpturen, ihre Lage in einer markanten Flusslandschaft und die hoch entwickelte Steinmetzkunst der Tang-Zeit aus. Hinzu kommt die enge Verbindung zur chinesischen Kaisergeschichte, etwa durch Stiftungen von Herrschern und Hofeliten, was Longmen zu einem Schlüsselort für das Verständnis der chinesischen Kulturgeschichte macht.
Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Longmen-Grotten?
Besonders empfehlenswert sind Frühling (April bis Mai) und Herbst (September bis Oktober), wenn die Temperaturen angenehm und die Sichtverhältnisse meist gut sind. In dieser Zeit lassen sich die Felsreliefs und die Flusslandschaft bei moderatem Wetter erkunden; extreme Sommerhitze und winterliche Kälte werden vermieden.
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