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Lockheed Martin Aktie: UBS hebt auf Buy, Ziel 674 Dollar

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 11:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lockheed Martin erhält neue Milliardenaufträge, startet eine Quantenkooperation und bestätigt 3,45 US-Dollar Dividende je Aktie für das dritte Quartal.

Rüstungswerk mit Hangar, Radarturm und unmarkiertem Kampfjet in der Abenddämmerung
Fotorealistische Werksanlage von Lockheed Martin (ISIN US5398301094) mit Hangar und unmarkiertem Tarnkappenjet bei Dämmerung Illustration mit AI erstellt.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin blickt auf eine ereignisreiche Woche zurück, die von einer deutlichen Analysten-Aufstufung und umfangreichen Vertragserweiterungen geprägt war. Die Experten von UBS hoben am Dienstag ihr Rating für die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ an und korrigierten das Kursziel von 581 auf 674 US-Dollar nach oben.

Als Begründung nannten sie die beschleunigte Produktion wichtiger Raketensysteme sowie ein starkes Wachstumspotenzial im Bereich der F-35-Instandhaltung. Die Analysten erwarten bis zum Jahr 2028 eine durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung von 9 Prozent.

Milliardenschwere Aufträge und Sicherung der Lieferketten

Die operativen Fortschritte werden durch neue Vertragsdetails untermauert. Am Mittwoch wurde eine Vertragserweiterung für die Beschaffung von Lenkwaffen der Typen JASSM und LRASM im Wert von rund 825,98 Millionen US-Dollar bekannt. Damit steigt der kumulierte Gesamtwert dieses Programms auf über 10,48 Milliarden US-Dollar. Die Arbeiten an diesen Systemen sollen bis zum 31. Juli 2030 abgeschlossen sein.

Parallel dazu sichert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten für die Zukunft ab. Am Dienstag erhielt L3Harris Technologies einen Auftrag im Volumen von 4,7 Milliarden US-Dollar für Antriebssysteme der PAC-3 MSE-Raketen. Es handelt sich dabei um die bislang größte Bestellung dieser Art.

Dieser Schritt ist Teil einer im Sommer geschlossenen Rahmenvereinbarung, die darauf abzielt, die Produktion kritischer Antriebskomponenten innerhalb von sieben Jahren zu verdreifachen.

Technologische Expansion und personelle Neuausrichtung

Über die klassische Rüstungsproduktion hinaus investiert Lockheed Martin in zukunftsweisende Technologien. Am Donnerstag gab das Unternehmen gemeinsam mit IBM die Gründung eines Quantum Innovation Hubs in der Schweiz bekannt.

Bis Ende des Jahres 2026 soll dort das erste IBM Quantum System Two am Schweizer National Supercomputing Center in Lugano in Betrieb genommen werden. Ziel der Kooperation sind Forschungsprojekte in den Bereichen Quantensensorik für die Navigation sowie die additive Fertigung von Metalllegierungen.

Auch personell gibt es Veränderungen in der Führungsebene. Am Mittwoch ernannte der Konzern Ali Ruwaih zum Vice President und General Manager für den Geschäftsbereich Training, Logistics and Simulation (TLS) in Orlando. Er übernimmt damit die Verantwortung für ein Segment, das für die Ausbildung und logistische Unterstützung von Streitkräften weltweit von zentraler Bedeutung ist.

Dividende und Kapitalmarktpräsenz

Für die Aktionäre gab es am Donnerstag ebenfalls Neuigkeiten zur Kapitalallokation. Der Verwaltungsrat autorisierte die Dividende für das dritte Quartal 2026 in Höhe von 3,45 US-Dollar pro Aktie. Die Auszahlung soll am 25. September erfolgen.

Weitere Details zur strategischen Ausrichtung dürften in der kommenden Woche folgen: CEO Jim Taiclet und CFO Evan Scott werden am nächsten Donnerstag, dem 17. September, an der 14. Laguna Conference von Morgan Stanley teilnehmen.

An der Börse spiegelten sich die positiven Nachrichten zuletzt nur bedingt wider, da das Marktumfeld von hoher Volatilität geprägt blieb. Das Papier beendete den Handel am Freitag bei 452,40 Euro. Damit liegt der Kurs aktuell etwa 27 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Anfang März erreicht worden war.

Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie jedoch ein Plus von 8,8 Prozent. Die jüngsten Quartalszahlen vom Juli hatten bereits einen Rekordauftragsbestand von 230 Milliarden US-Dollar ausgewiesen, was die langfristige Auslastung des Konzerns verdeutlicht.

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