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Lockheed Martin Aktie: Milliarden-Auftrag für neue Präzisionsrakete

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 00:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lockheed Martin startet die Serienfertigung der PrSM-Generation zwei und baut die Kapazität für die Raketenfamilie perspektivisch aus.

Rüstungswerk mit Hangar, Radarturm und unmarkiertem Kampfjet in der Abenddämmerung
Fotorealistische Werksanlage von Lockheed Martin (ISIN US5398301094) mit Hangar und unmarkiertem Tarnkappenjet bei Dämmerung Illustration mit AI erstellt.

Die US Army rüstet ihre Langstreckenfeuerkraft weiter auf – und Lockheed Martin liefert. Der Rüstungskonzern erhält einen Rahmenvertrag über bis zu 1,2 Milliarden Dollar zur Produktion der zweiten Generation der Precision Strike Missile (PrSM). Der Auftrag markiert den Übergang vom Testbetrieb in die Serienfertigung.

Vom Flugtest zur Produktionsreife

Die neue PrSM-Variante hat in diesem Jahr zwei Flugtests durchlaufen – im März und im August. Beim jüngsten Test demonstrierte die Rakete erstmals die Fähigkeit, bewegliche Ziele auf See zu treffen. Gestartet wurde sie von einem HIMARS-System, ausgestattet mit einem Mehrmodus-Suchkopf, der sowohl Land- als auch Seeziele im Bewegungszustand erfassen kann.

Diese Fähigkeit erweitert das taktische Repertoire der Army erheblich. Bisherige Präzisionsraketen dieser Reichweitenklasse waren primär auf stationäre Landziele ausgelegt. Weitere Flugtests sind für 2027 geplant, während die Serienfertigung der ersten Increment-2-Raketen parallel anläuft.

Kapazität soll sich vervierfachen

Der jetzige Auftrag ist als unbefristeter Liefervertrag mit variabler Abrufmenge strukturiert – er deckt sowohl die Anfangsproduktion als auch künftige Bestellungen und die Weiterentwicklung ab. Lockheed Martin baut nach eigenen Angaben seine Fertigungskapazität für die gesamte PrSM-Familie deutlich aus, um die Produktion perspektivisch zu vervierfachen.

Die Fertigung selbst verteilt sich auf mehrere Standorte innerhalb der US-Industriebasis des Konzerns. Für das Unternehmen bedeutet das eine zusätzliche Auslastung seiner Präzisionswaffensparte, die ohnehin zu den wachstumsstärksten Segmenten im Portfolio zählt.

Der Auftrag reiht sich in eine Serie von Investitionen des Verteidigungsministeriums in die PrSM-Plattform ein. Für Lockheed Martin verschiebt sich der Schwerpunkt damit von der Entwicklungs- in die Skalierungsphase – ein Schritt, der die Sichtbarkeit künftiger Auftragsvolumina im Raketensegment erhöht.

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